Wirtschaft : Grundsicherung und Pflege kosten Milliarden

Wiesbaden - Die Ausgaben für Sozialhilfe in Deutschland sind 2007 kräftig gestiegen. Sie wuchsen im Vergleich zu 2006 um 3,9 Prozent auf 18,8 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Am stärksten stiegen die Ausgaben für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung mit 12,7 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Für die Hilfe zum Lebensunterhalt wurden im vergangenen Jahr rund 740 Millionen Euro ausgegeben, das war ein Plus von 9,4 Prozent. Pflegeleistungen kosteten 2,7 Milliarden Euro (plus 5,4 Prozent), die Eingliederungshilfe für behinderte Menschen 10,6 Milliarden Euro (plus 0,9 Prozent).

Je Einwohner wurden damit 2007 rechnerisch 228 Euro ausgegeben. In Westdeutschland (ohne Berlin) lagen die Ausgaben bei 237 Euro je Einwohner, in Ostdeutschland bei 152 Euro. Die höchsten Ausgaben je Einwohner verzeichneten wie schon im Vorjahr Bremen (385 Euro), Hamburg (367 Euro) und Berlin (355 Euro). In den neuen Bundesländern waren in Sachsen (114 Euro) die Pro-Kopf-Ausgaben am niedrigsten, in Mecklenburg-Vorpommern (194 Euro) waren sie am höchsten. Die Gesamtausgaben für Sozialhilfeleistungen lagen 2007 bei 21,1 Milliarden Euro brutto und 18,8 Milliarden Euro netto. AFP

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