Wirtschaft : GSW und Alba sammeln Kapital ein

Aktien und Anleihe erfolgreich platziert

von

Berlin - Zwei Berliner Unternehmen haben sich am Freitag erfolgreich zusätzliches Kapital am Finanzmarkt besorgt. Sowohl im Fall des Wohnungsunternehmens GSW als auch beim Entsorger Alba wird ein Großteil des Erlöses allerdings direkt weitergereicht – an Finanzinvestoren oder Banken.

Die GSW startete am Freitag mit einem Kursaufschlag von zuletzt knapp zehn Prozent an der Börse. Die mit 19 Euro in den Handel gegangene Aktie stand am Abend bei 21,50 Euro. Das Unternehmen und die Alteigentümer, die Goldman-Sachs-Fondstochter Whitehall und der Finanzinvestor Cerberus, brachten 24,6 Millionen Aktien auf den Markt. Der Erlös liegt bei 468 Millionen Euro. Davon gehen nur 115 Millionen Euro an das Unternehmen. Der Börsengang gelang im zweiten Anlauf nach einem gescheiterten Versuch im Mai 2010. Die GSW besitzt rund 49 000 Wohnungen in Berlin. Sie verwaltet weitere 20 000 Wohnungen. Insgesamt leben darin 130 000 Menschen.

203 Millionen Euro sammelte die Alba-Gruppe bei der Emission einer Unternehmensanleihe auf dem Kapitalmarkt ein. Am Donnerstag sei die Roadshow vorzeitig beendet worden, nachdem das festverzinsliche Papier bereits mehrfach überzeichnet gewesen sei, teilte Alba am Freitag mit. Die Anleihe, die mit einem Kupon von 8,0 Prozent und einer Laufzeit von sieben Jahren ausgestaltet ist, sei von „institutionellen Investoren sowie vermögenden Privatkunden im In- und Ausland“ gezeichnet worden.

Mit der Anleihe stelle Alba seine Finanzierung auf eine breite internationale Basis. „Der Emissionserlös soll der weiteren Rückführung bestehender Bankkredite dienen“, teilte das Unternehmen mit. „Wir freuen uns über das große Interesse der Investoren. Die Tatsache, dass unsere erste Emission einen so großen Anklang gefunden hat, spricht für unser nachhaltiges und zukunftsträchtiges Geschäftsmodell“, erklärte Finanzvorstand Axel Schweitzer. Henrik Mortsiefer

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben