Wirtschaft : Gucci bringt PPR-Konzern keinen Gewinn Schwarze Zahlen

nur im Massengeschäft

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Paris (cn/HB). Weniger Klasse, mehr Masse – diese Strategie hat dem französischen Luxusgüterkonzern Pinault PrintempsRedoute (PPR) das Geschäftsergebnis im ersten Halbjahr 2003 gerettet. Dass der Betriebsgewinn nur um 9,2 Prozent auf 581 Millionen Euro zurückging, verdankt PPR dem Massenkundengeschäft. „Das Privatkundengeschäft zeigt sehr erfreuliche Fortschritte“, sagte PPR-Präsident Serge Weinberg. „Das neue PPR, das wir um die beiden Geschäftsbereiche Massengeschäft und Luxus aufgebaut haben, hat sein Wachstumspotenzial bewiesen.“

Erhebliche Löcher ins Ergebnis rissen allerdings die Produkte von Edel-Marken wie Gucci und Yves Saint Laurent. Sie bekamen den Irakkrieg und die Konjunkturschwäche besonders zu spüren. Um fast ein Viertel ging der Umsatz der Luxusmarken zurück. Den Konzernumsatz drückte das um 7,8 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro. Wegen Sonderposten wie dem Verkauf mehrerer Filialen rutschte der Nettogewinn um 60 Prozent auf 118 Millionen Euro ab. PPR-Chef Weinberg hofft nun auf politische Normalisierung und Wirtschaftsaufschwung, um die „im Luxussektor ganz besonders ungünstigen Marktbedingungen“ schnell zu überwinden: „Das Schlimmste liegt hinter uns.“ Im Juli und August hätten die Luxusumsätze bereits wieder angezogen, sagte Weinberg. Da PPR zudem zwei Drittel der Umsätze im Privatkundengeschäft in der zweiten Jahreshälfte erzielt, gab sich Weinberg für das Gesamtjahr optimistisch. 83 Prozent seines Umsatzes und 70 Prozent seines Betriebsgewinnes erzielte PPR im Massengeschäft. Eine Ergebnisprognose wagte der PPR-Präsident aber nicht.

Die Börse ließ sich vom Optimismus des PPR-Chefs aber nicht anstecken: Die PPR-Aktie gab am Donnerstag in Paris um 3,28 Prozent auf 81,00 Euro nach. Die Ergebnisse von PPR entsprachen den Erwartungen der Analysten.

Seine Anteile an der italienischen Luxusmarke Gucci hat PPR weiter aufgestockt. Der französische Konzern hält mittlerweile 67 Prozent der Anteile, Ende 2002 waren es nur 54 Prozent gewesen. Gucci ist mit 59 Prozent des Umsatzes inzwischen das Kernstück des Luxusgeschäfts von PPR. Weinberg plant den Kauf weiterer Gucci-Anteile.

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