Wirtschaft : Gute Aussichten für Lkw-Branche Nachfrage steigt zum Start der Branchenmesse

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Hannover – Pünktlich zur Internationalen AutomobilAusstellung (IAA) für Nutzfahrzeuge in Hannover ist die Stimmung in der Branche auf dem Höhepunkt. Der Absatz steigt, die Kapazitäten sind ausgelastet und die Auftragsbücher voll. Als Folge steigen die Erträge bei den meisten Herstellern. Dieser Trend wird sich auch im kommenden Jahr fortsetzen, denn Experten rechnen nicht damit, dass der Boom abrupt abbrechen könnte.

Eckhard Cordes, scheidender Nutzfahrzeug-Chef von Weltmarktführer Daimler-Chrysler prognostizierte am Dienstag in Hannover, dass die Branche „2005 und vielleicht auch noch 2006 weiter wächst.“ Nach Jahren mit rückläufigem Absatz und einer laut Cordes „dramatischen Erosion der Preise“ sind die Hersteller mit schlankeren Strukturen in den Aufschwung gestartet. Auch der Präsident des Herstellerverbandes VDA, Bernd Gottschalk, prognostiziert eine positive Entwicklung. Die Tendenz beim Auftragseingang im August sei im September nicht eingebrochen, sagte VDA-Präsident Bernd Gottschalk am Dienstag in Hannover. „Ich habe überhaupt keinen Grund, daran zu zweifeln, dass auch 2005 ein ordentliches Nutzfahrzeug-Jahr wird“, sagte Gottschalk der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires.

Die Ergebnisse des bisherigen Jahresverlaufs bestätigen die guten Aussichten. So hat Daimler-Chrysler in den ersten sechs Monaten schon fast den Gewinn des gesamten Vorjahres erwirtschaftet, MAN rechnet mit einer Ergebnissteigerung von rund einem Drittel in diesem Jahr und auch die skandinavische und italienische Konkurrenz von Scania, Volvo und Iveco ist optimistisch. „Wir ernten nun die Früchte unserer Kostensenkungsprogramme“ konstatiert Cordes, der in gut einer Woche an die Spitze von Mercedes rücken und das LKW-Geschäft an den bisherigen Smart-Chef Andreas Renschler übergeben wird.

Besonders stark ist die Nachfrage nach schweren LKWs gestiegen. Das ist ein Grund, warum die VW-Nutzfahrzeug-Sparte, die nur in Südamerika in diesem Markt vertreten ist, kaum vom Boom der Branche profitiert und das Jahr mit einem Minus abschließen wird. hof/HB

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