Wirtschaft : Gute Optik

Regionale Unternehmen setzen 1,9 Milliarden um

Berlin - Schon bei der Einfahrt in den Hauptbahnhof zeigt sich das Berliner Know-how im Bereich Optik und Mikrosystemtechnik. Durch das weitgehend gläserne Gebäude ziehen sich zahlreiche feine Glasfaserstränge, die den Bau auf Risse oder Veränderungen in der Struktur überwachen. Verantwortlich dafür ist die Berliner Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, eine von 30 Forschungseinrichtungen, die in der Region im Bereich der Optischen Technologien und der Mikrosystemtechnik arbeiten – ein Bereich, der kontinuierlich wächst, wie aus dem Branchenreport Optische Technologien-Mikrosystemtechnik hervorgeht, den der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) am Montag im Technologiepark Adlershof vorstellte.

Danach konnten die 380 Unternehmen in der Region, etwa Eagleyard Photonics, eine Ausgründung des Ferdinand-Braun-Instituts für Höchstfrequenztechnik, oder die Jenoptik-Tochter Jenoptik Diode Lab, 2007 ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 1,9 Milliarden Euro steigern. Die Zahl der Beschäftigten stieg um fünf Prozent auf 12 800. Wolf bezeichnete die Branche neben Biotechnologie, Medizintechnik, Verkehrssystemtechnik sowie Informationstechnologie denn auch als den „Wachstumsmotor der Region“ in den vergangenen Jahren.

Die Branche schätzt auch die Geschäftsentwicklung in den nächsten zwei Jahren positiv ein. So rechnen 88 Prozent der zwischen Mai und August befragten Firmen mit einem weiteren Wachstum bei Umsatz und Beschäftigung.

Optische Technologien sind Verfahren, die Licht erzeugen oder seine Eigenschaft ausnutzen, sei es zur Fertigung, Datenübertragung, Überwachung oder Beleuchtung. Einsatzbereiche können unter anderem die Lasertechnik, Beleuchtungsindustrie oder die digitale Bildverarbeitung sein. jul

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