Gute Stimmung : Athen will sparen - die Börsen feiern

Die Sparvorschläge Griechenlands an seine Gläubiger haben an den deutschen Börsen für gute Stimmung gesorgt. Auch in China steigen die Kurse rasant - allerdings aus anderen Gründen.

Die Blicke an der Frankfurter Börse richten sich immer wieder auf Griechenland.
Die Blicke an der Frankfurter Börse richten sich immer wieder auf Griechenland.Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Weitere kräftige Kursgewinne an Chinas Börsen und die Hoffnung auf ein gutes Ende des Griechen-Dramas haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag nach oben katapultiert. Griechenland habe seine Sparvorschläge nach Brüssel geschickt und kurz vor Toresschluss ein positives Signal ausgesendet, begründete Portfoliomanager Stefan de Schutter von Alpha Wertpapierhandel die gute Stimmung.

Zudem knüpfen die Märkte in China am Morgen an ihre kräftige Aufwärtsreaktion vom Vortag an, was die Anleger an den weltweiten Börsen beruhige.

Der Dax rückte am Vormittag um zwei Prozent vor und damit deutlich über die psychologisch wichtige Schwelle von 11.000 Punkten. Der M-Dax der mittelgroßen Werte kletterte wieder über die 20.000 Punkte-Marke. Das Technologiewerte-Barometer Tec-Dax stieg sogar um 2,5 Prozent - ähnlich wie der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx 50.

Chinas Führung greift massiv ein

Nach massiven Stützungskäufen von Aufsicht und Zentralbank hatten die Börsen in China ihre massive Erholung am Freitag fortgesetzt. Der Markt in Schanghai mit dem Leitindex Schanghai Composite ging am Freitag mit einem Plus von 4,5 Prozent aus dem Handel. Auch der Component Index im Shenzhen gewann mehr als vier Prozent.

Nachdem die Kurse an Chinas Börsen über drei Wochen um mehr als ein Drittel abgestürzt waren, verzeichnete der Markt in Shanghai am Vortag mit einem Plus von fast sechs Prozent den steilsten Anstieg seit sechs Jahren.

Die aktuelle Erholung an den Märkten schließt allerdings nur einen Teil der Aktien ein. 1422 Unternehmen, also 49 Prozent der an Chinas Börsen gelisteten Werte, wurden in den vergangenen Tagen der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge vom Handel ausgesetzt. Dadurch ist der Handel an den Börsen des Landes verzerrt. (dpa)

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