Wirtschaft : Gute Vorbereitung ist der halbe Gründererfolg

"StartUP" prämiert sechs qualifizierte Berliner Geschäftsideen BERLIN (um).Berlin hat ein positives Gründerklima.Davon zeigte sich Wirtschaftssenator Elmar Pieroth anläßlich der Prämierung von sechs Berliner Unternehmensideen im Rahmen des ersten "StartUP"-Wettbewerbes am Mittwoch abend in Berlin überzeugt.Der bundesweite Existenzgründerwettbewerb wird von den Sparkassen, der Zeitschrift "Stern" und der Beraterfirma McKinsey getragen und soll im Laufe der Zeit eine ähnliche Position einnehmen wie der Wettbewerb "Jugend forscht".Die drei besten der jetzt in Berlin ausgezeichneten Unternehmen haben sich für die Ausscheidung auf Bundesebene qualifiziert. Rund 40 000 neue Gewerbe werden in Berlin jährlich angemeldet.Gleichzeitig steigt die Zahl der Insolvenzen.Ursache dafür sei oft, daß sich die Gründer über ihre unternehmerische Basis gar nicht klar seien, sagt Claudia Schauer, die bei der Landesbank Berlin die regionale Ausscheidung von "StartUP" mitbetreut.Die Wettbewerbsteilnehmer mußten mit einem detaillierten Geschäftsplan beweisen, daß sie sich gründlich vorbereitet haben, sich nicht nur über ihre Geschäftsidee, sondern auch über ihre Einnahmen- und Ausgabenplanung klar sind. Insgesamt beteiligten sich bundesweit 2152 Jungunternehmer an "StartUP", 146 waren es für die Regionalausscheidung in Berlin.Rund zwei Drittel der eingesendeten Berliner Unternehmensideen stammte aus dem Dienstleistungssektor.Produktion (12 Prozent), Handwerk (neun Prozent) und Handel (3,5 Prozent) waren deutlich geringer vertreten.Besonders zahlreich waren Unternehmen aus dem EDV- und Informationstechnologie.Auffällig an den Berliner Siegern ist ihre enge Beziehung zu Wissenschaft und Forschung. Den ersten Preis und damit 50 000 DM Siegerprämie strich eine studentische Unternehmensgründung ein: innominate, Multifunktionale Serverlösungen und IT Dienstleistungen GbR., bietet Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie für kleine und mittlere Unternehmen.Den zweiten Preis erhielt die Firma Gesip, Gesellschaft für Informations- und Prozeßtechnik, die eine neue Generation von Stoffaustauschelementen für die Gas- und Erdölverarbeitung entwickelt.DSPecialist, Gesellschaft für Innovative Signalverarbeitung mbH, die den dritten Preis und 20 000 Mark Prämie erhielt, entstand in enger Verbindung mit dem Heinrich-Hertz-Institut in Berlin.Der Doktorand Jörg Stephan, dessen Unternehmen NAISS den vierten Preis und ebenfalls 20 000 DM Prämie kassierte, entwickelt in seinem Unternehmen Geräte, die die Automatisierung in der Textil- und Bekleidungsindustrie erhöhen sollen.Einen Sonderpreis stiftete die Landesbank Berlin für die Naturwaren AG, die neue Käuferschichten für den Öko-Bereich erschließen will.Im September soll eine neue Runde von "StartUP" beginnen, teilte Claudia Schauer mit.

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