Wirtschaft : Hacker greifen deutsche Konzerne an Studie: Zwei Drittel der Unternehmen betroffen

Frankfurt am Main/Tokio - Fast zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland wurden einer Studie zufolge schon von Hackern angegriffen – 15 Prozent sogar mehrmals, teilte die Telekom am Montag unter Berufung auf eine repräsentative Befragung unter Führungskräften mit. Besonders häufig kommen Angriffe, mit denen ein Betrieb ausspioniert oder geschädigt werden soll, in großen Konzernen vor. Wie die Befragung ergab, werden 22 Prozent der Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 500 Millionen Euro häufig über das Internet angegriffen. Die Führungskräfte befürchten. dass in Zukunft noch mehr Hacker-Angriffe passieren als heute. Der Studie zufolge gehen 69 Prozent davon aus, dass es deutlich mehr Attacken geben wird.

Dabei haben mehr als 70 Prozent der Führungskräfte Zweifel daran, dass Politik und Verwaltung genügend Fachkompetenz besitzen, um für eine größere IT-Sicherheit zu sorgen und derartige Verbrechen zu bekämpfen. Entscheider aus der Politik geben sich in diesem Bereich selbst bessere Noten: Von ihnen empfinden zumindest 37 Prozent Politik und Verwaltung als ausreichend kompetent.

Das Problem ist nicht auf Deutschland begrenzt. Auch der größte japanische Rüstungskonzern Mitsubishi Heavy Industries ist von Hackern angegriffen worden. Bei der ersten bekannt gewordenen Cyberattacke auf die Branche in Japan seien möglicherweise sensible Daten gestohlen worden, teilte der Konzern am Montag mit. „Einige Systeminformationen wie IP-Adressen sind durchgesickert, und das ist erschreckend genug“, sagte ein Firmensprecher. Er könne nicht ausschließen, dass weitere Daten entwendet worden seien. Nach einem Bericht der Zeitung „Yomiuri“ waren mehrere Schiffswerften und Betriebe, die Komponenten für Raketen und Atomkraftwerke herstellen, betroffen. AFP/rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben