HÄNDLERRANKING : Gute Noten für Opel

Die Händler der Marken Subaru, Smart und Hyundai sind am zufriedensten mit ihren Herstellern. Bei Händlern von Saab, Mitsubishi und Mazda war die Stimmung hingegen zuletzt besonders schlecht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bamberger Forschungsstelle für Automobilwirtschaft (FAW), die am heutigen Montag vorgestellt wird. VW- und Mercedes-Händler rücken in dem Ranking deutlich nach oben, am stärksten zurück fallen Renault-Händler. Bemerkenswert: Opel hatte laut FAW 2009 wie schon 2008 unter den Massenherstellern die zufriedensten Händler – vor VW, Ford, Renault oder

Peugeot. Neben den guten Absatzzahlen 2009 spiele bei Opel auch der „psychologische Effekt des Wir-Gefühls“ eine stabilisierende Rolle, meint FAW-Leiter Wolfgang Meinig. Es bestehe die Chance, dass sich dies auch auf die Kunden auswirke. Dagegen spricht, dass die Opel-Händler beim Kriterium „Qualität der Neuwagen“ deutlich unzufriedener geworden sind. 2008 hatte Opel hier noch Platz zwei belegt. 2009 lag der Hersteller hinter Audi, Skoda, Subaru und VW.

Insgesamt hat aber der von der Abwrackprämie angekurbelte Autoabsatz die Zufriedenheit der Händler im vergangenen Jahr kaum verbessert. Die FAW-Umfrage bei 19 verschiedenen Marken ergab, dass zehn Händlerorganisationen 2009 weniger zufrieden mit ihrem Hersteller waren als im Vorjahr, bei neun Vertriebspartnern verbesserten sich die Zufriedenheitswerte. „Die Händler sind realistisch, sie fürchten um ihre Existenz, die nach dem Abflauen der Sonderkonjunktur gefährdet sein kann“, sagt Meinig.

Seine Prognose: Weil die Hersteller auch im laufenden Jahr zu viele Autos produzieren, müssen die Händler die Überkapazitäten mit hohen Rabatten in den Markt drücken. „Die Hersteller werden die zu viel produzierten Automobile weiterhin auf den Hof der Händler stellen“, sagt Meinig. Henrik Mortsiefer

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