Wirtschaft : Härtere Konkurrenz für Universal Music

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Bertelsmann und der japanische Unterhaltungskonzern Sony haben am Freitag die Fusion ihrer Musiksparten, Sony Music und BMG, vereinbart. Das neue Unternehmen soll Sony BMG heißen und zu je 50 Prozent im Besitz von Bertelsmann und Sony Corporation of America sein. Sony BMG werde den Hauptsitz in New York haben. Stimmen die Kartellbehörden zu, ist es für Bertelsmann eine der größten Transaktionen in der Firmengeschichte.

Allein das Einsparvolumen im schwierigen Musikgeschäft wird auf 250 bis 300 Millionen Euro geschätzt. In Sony BMG werden die Sparten für das Tonträgergeschäft von BMG und Sony Music miteinander verschmolzen. Die Musikverlage (Music Publishing), die Auslieferung und die CD und DVD-Produktion seien nicht von der Fusion betroffen.

„Die Gründung eines gemeinsamen Musikunternehmens mit Sony ist ein Beleg für unser klares Bekenntnis zum Musikgeschäft“, sagte Gunter Thielen, Vorstandschef der Bertelsmann AG. BMG-Chef Rolf Schmidt-Holtz sagte: „Mit dieser Vereinbarung sichern wir unsere Zukunft ab.“ Schmidt-Holtz wird Chairman of the Board von Sony BMG. Durch die Fusion von Sony Music und BMG, Nummer Zwei und Nummer Fünf in der Branche, soll ein Konzern entstehen, der Marktführer Universal Music seine Position streitig machen könnte. dpa

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