Wirtschaft : Haffa-Brüder auf Aktienkurs fixiert Neue Vorwürfe gegen Angeklagte

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München (nad). Die angeklagten EM.TV Gründer Thomas und Florian Haffa haben sich nach Angaben eines ehemaligen Mitarbeiters stark am Kurs der EM.TV-Aktie orientiert. Vor dem Münchener Landgericht sagte am Montag Florian Demleitner, der bei EM.TV private und institutionelle Investoren betreut hat, es habe eine gewisse Anspannung geherrscht, nachdem die Ende August 2000 veröffentlichten Halbjahreszahlen wegen fehlerhafter Buchungen korrigiert werden mussten und der Aktienkurs daraufhin abstürzte: „Die Stimmung war nicht besonders gut; man könnte sagen, sie war hektisch und gereizt.“ Er fügte hinzu, man habe sich nicht erklären können, warum der Kurs so stark nach unten gegangen sei. Er habe in Reaktion auf die Ad-hoc-Mitteilung viele Anfragen von Analysten beantworten müssen. Um verunsicherte Investoren zu beruhigen, habe EM.TV beschlossen, im September 2000 eine Roadshow in den USA zu machen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Haffas vor, den Aktienkurs mit falschen Halbjahreszahlen manipuliert und den US-Investoren bewusst falsche Zahlen präsentiert zu haben.

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