Wirtschaft : Haim Saban

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DIE AUFSTEIGER

Hollywood hätte es nicht besser inszeniert: Haim Saban, bis dato unbekannt in Deutschland, schaffte es an die Spitze des deutschen Privatfernsehens. Nach einem filmreifen Verhandlungspoker kaufte der israelisch amerikanische Selfmademan im August die Mehrheit der Pro Sieben Sat1 Media AG – den wertvollsten Rest des zerfallenen Kirch-Konzerns. Eigentlich hatte der 59-Jährige schon im März in die Senderzentrale in München einziehen wollen. Doch obwohl die 40 000 Seiten umfassenden Kaufverträge bereits unterschrieben waren, platzte der Deal in letzter Minute wegen ungeklärter Detailfragen. Vier Monate später griff Saban ein zweites Mal zu. Diesmal, ohne vom Mitbieter Bauer Verlag gestört zu werden. Der hatte sich bereits aus dem Gefecht um die zweitgrößte private Fernsehgruppe zurückgezogen. Saban gelang, was den großen US-Medienkonzernen AOL Time Warner, Liberty Media oder News Corp. versagt blieb: Er spielt ganz oben mit auf dem zweitgrößten Medienmarkt der Welt. mot

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