Halbjahreszahlen : VW pusht Porsches Gewinne

Mithilfe von VW-Aktien machten die Stuttgarter in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/9 erneut mehr Gewinn als Umsatz.

StuttgartIm ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/9 (31. Juli) hat der Hersteller von Luxusautos sein Vorsteuerergebnis auf 7,34 Milliarden Euro angehoben und damit vervierfacht. Dass das Unternehmen wieder mehr Gewinn als Umsatz machte, lag allerdings weniger an den verkauften Sportwagen als an VW-Aktien. Allein hier stieg der Anteil von 850 Millionen Euro auf 6,84 Milliarden Euro. Das Nachsteuerergebnis stieg von 1,3 Milliarden Euro auf 5,62 Milliarden Euro. Der Umsatz sank jedoch aufs Jahr gesehen um 9,2 Prozent auf 3,32 Milliarden Euro, der Absatz war im ersten Halbjahr um ein Viertel niedriger.

Für das laufende Gesamtgeschäftsjahr wagten die Stuttgarter keine konkrete Prognose. Umsatz und Absatz werden aber unter den Vorjahreswerten liegen. Porsche hält derzeit gut 50 Prozent an Europas größtem Autobauer Volkswagen und will seinen Anteil in diesem Jahr noch auf 75 Prozent erhöhen.

Bereits Anfang März hatte Porsche mitgeteilt, dass Umsatz und Absatz im ersten Halbjahr zurückgegangen sind. Die Verkäufe schrumpften um fast 27 Prozent auf rund 34.300 Fahrzeuge. Der Umsatz sank um 12,8 Prozent auf 3,04 Milliarden Euro.

Befreit ist das Unternehmen außerdem von dem Verdacht, im Zusammenhang mit den VW-Aktien Kursmanipulationen vorgenommen zu haben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat erklärt, dass sie das Verfahren jetzt eingestellt hat, weil die Behörde keine Anhaltspunkte finden konnte.

Zahlreiche Anleger, allen voran Hedgefonds, hatten im vergangenen Jahr auf einen Fall der VW-Aktie gewettet und deutliche Verluste
eingefahren, als der Kurs auf zeitweise mehr als 1000 Euro in die Höhe schnellte. Zuvor hatte Porsche mitgeteilt, dass sie über Aktien
und Optionen bereits fast die Dreiviertelmehrheit besitzen und somit nur noch wenige Aktien im Umlauf sind. (sp/dpa/AFP/ddp)

0 Kommentare

Neuester Kommentar