Wirtschaft : Halloren geht nächste Woche an die Börse

Aktie der Pralinenfabrik wird ab heute gezeichnet

Yasmin El-Sharif

Berlin - Der ostdeutsche Schokoladenhersteller Halloren geht am 11. Mai an die Börse. Die Preisspanne für den Börsengang liege zwischen 6,50 Euro und 8,50 Euro pro Aktie, teilte das Unternehmen aus Halle an der Saale am Montag mit. Interessenten können die Papiere ab dem heutigen Mittwoch bis zum 9. Mai zeichnen. Halloren will in diesem Rahmen nach eigenen Angaben bis zu 2,2 Millionen Aktien anbieten, von denen bis zu 1,5 Millionen aus einer Kapitalerhöhung stammen. Mit der Aktienemission wurde die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) beauftragt. Das Börsendebüt am kommenden Freitag ist im schwach regulierten Wachstumssegment Entry Standard geplant.

„Mit dem Emissionserlös wollen wir in unser weiteres Wachstum vor allem über Handelsmarken und in den alten Bundesländern investieren“, sagte Klaus Lellé, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft. „Hier sehen wir noch deutliches Potenzial für die Zukunft.“ Tatsächlich kennen nur etwa 25 Prozent der Verbraucher in Westdeutschland die Marke, während es im Osten 94 Prozent sind, wie eine kürzliche Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung ergab.

Aber auch der Zukauf geeigneter Unternehmen käme in Frage. „Wir suchen Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum“, hatte Lellé vor wenigen Wochen gesagt. Bereits 2000 hatte Halloren die Confiserie Dreher übernommen. 2002 kam die Weibler Confiserie & Chocolaterie aus dem niedersächsischen Cremlingen hinzu. Inzwischen hat das Unternehmen 250 Mitarbeiter.

Im vergangenen Jahr erzielte der Hersteller, der vor allem mit der schwarz-weißen mit Kakao, Sahne und Fruchtcreme gefüllten Halloren-Kugel bekannt wurde, einen Umsatz von 25,9 Millionen Euro nach rund 24 Millionen Euro im Jahr zuvor. Der Gewinn kletterte auf gut eine Million Euro nach 70 000 Euro in 2005.

Hauptaktionär der nach eigenen Angaben ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands ist Paul Morzynski mit bislang 90 Prozent der Anteile. Die übrigen zehn Prozent verteilen sich auf vier weitere Gesellschafter, darunter der Vorstandsvorsitzende Klaus Lellé.

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