Wirtschaft : Hamburger

Wie Kunden vom Werbekrieg der Fast-Food-Ketten profitieren

Maren Peters

PREIS DER WOCHE

Bei McDonald’s gibts gleich zwei zum Preis von einem („Sie sparen 50 Prozent“), Konkurrent Burger King nimmt von vornherein weniger Geld und holt seine Burger schon für 99 Cents vom Grill. Schlussverkauf jetzt auch bei den Fast-Food-Ketten?

Nicht doch. Die Unternehmen sind nur etwas nervös. Der Fast-Food-Markt gilt als gesättigt, Folge ist ein harter Verdrängungswettbewerb. Anfang Januar schaltete die ehrgeizige Nummer zwei im Markt, Burger King, eine Anzeige für ihre neuen 99-Cent- Produkte: BBQ Burger, Hot Chili Burger, Hamburger und wie sie alle heißen. McDonald’s fand das gar nicht lustig. Der Marktführer war nämlich Teil des Spots, ungefragt versteht sich: In der Werbung bestellt ein junger Mann einen BBQ-Burger für 99 Cent am McDonald’s Drive-In. Der McDonald’s-Mitarbeiter sagt nur unlustig: „Ham wer nicht. Vielleicht bei Burger King.“ Nun ist vergleichende Werbung in Deutschland zwar erlaubt, McDonald’s nahm es aber trotzdem übel – und rächte sich mit einer eigenen Anzeige. „Liebe Burger Kings, wenn ihr als Nummer Zwei so toll seid, wie ihr behauptet, warum seid ihr dann nicht die Nummer Eins?“

Dem Kunden kann die fettige Werbeschlacht nur recht sein. Mit ein bisschen Organisationstalent kann er seine Burger-Mahlzeit so günstig kaufen wie nie. So bietet Burger King neben den „99ers“ seit Mitte Februar einen „Big Deal“ an. Beim Kauf eines Menüs nach Wahl gibt es für einen Aufpreis von einem Euro einen Hot Crispy Chicken dazu, der sonst 2,60 Euro kostet. McDonalds lässt sich auch nicht lumpen – und hat ein „Happy Meal“ auf die Karte gesetzt: Hamburger, „4er Chicken McNugget“ oder Cheeseburger mit kleiner Pommes, kleinem Getränk und Spielzeug. Das alles für 2,99 Euro. Eine direkte Antwort auf die 99er-Kampagne von Burger King wird es nach Angaben eines McDonald’s-Sprechers vorerst nicht geben. Die Idee mit den Spar-Coupons hatten beide: Bei McDonald’s kann man sie einfach aus dem Internet herunterladen, bei Burger King gibt’s den Acht-Coupon-Folder im Geschäft – bis zu 14 Euro sollen die Gäste damit sparen können. Mit dem aktuellen Rindfleisch-Preis hat die Niedrigpreis-Aktion übrigens nichts zu tun: Der ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen. Foto: Imago

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