Wirtschaft : Handel enttäuscht vom Schlussverkauf

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(dpa). Nach wochenlangen Rabattschlachten hat der Einzelhandel im vermutlich letzten Winterschlussverkauf (WSV) die erhoffte Umsatzwende nicht geschafft. Der WSV war am Samstag nach zwei Wochen trotz erneut hoher Preisnachlässe mit einer enttäuschenden Bilanz zu Ende gegangen. „Die Verkäufe sind deutlich hinter den früheren Jahren zurückgeblieben“, sagte der Sprecher des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr. Die wochenlangen Sonderaktionen hätten zu Rabattmüdigkeit geführt. „Die Verbraucher haben das Gefühl dafür verloren, was ein normaler Preis und was ein Schnäppchen ist“. Der Winterschlussverkauf war voraussichtlich der letzte seiner Art. Im Frühjahr soll die Neuregelung des Gesetzes gegen Unlauteren Wettbewerb (UWG) in Kraft treten. Danach sollen die Händler künftig selber bestimmen, wann sie ihre Lager räumen. Der Branchenverband BAG begrüßt das Ende der Schlussverkäufe nach alten Regeln. „Die Unternehmen haben sich darüber doch schon längst hinweggesetzt“, sagt Geschäftsführer Hellwege. Der HDE will den Schlussverkauf und die Begriffe „SSV“ und „WSV“ als Marken schützen lassen und damit auch künftig nur zwei Mal im Jahr werben lassen.

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