Wirtschaft : Handelskonzern Metro steigert 2001 den Umsatz deutlich

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Die Metro AG, Düsseldorf, hat ihren Umsatz im abgelaufenen Jahr um 5,5 Prozent steigern können. Der zweitgrößte europäische Handelskonzern verfehlte damit sein eigenes Ziel, 2001 um sechs Prozent zuzulegen. Als Grund dafür führte Metro am Mittwoch das schlechte Wetter in der letzte Dezemberwoche an. Der Handelskonzern hält jedoch an der angestrebten Ergebnissteigerung von mindestens zehn Prozent je Aktie fest. Zu Metro gehören Real und Extra, die Eletronikfachmärkte Media Markt / Saturn, die Baumarktkette Praktiker sowie die Warenhauskette Kaufhof. Analysten halten das für "realistisch".

Der Aktienkurs brach trotzdem im Laufe des Tages um 2,4 Prozent. Das lag nach Ansicht von Analysten an einer "Personalie". Der Metro-Finanzvorstand Stefan Kirsten wechselt zu Thyssen-Krupp.

Metro hat im vierten Quartal 2001 den Konzernumsatz um 7,1 Prozent gesteigert. Wie ein Sprecher hervorhob, seien Media Markt / Saturn ins Plus gedreht und hätten einen zweistelligen Umsatzzuwachs erzielt. Das Sorgenkind bleiben die Praktiker-Baumärkte, die sich nicht von der angespannten Situation in der Branche absetzen konnte.Trotzdem äußerte er sich mit dem Gesamtjahr "sehr zufrieden". Am 26. März will Metro seine endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt geben. Neutral bis positiv werteten auch Analysten die Zahlen. Dass die angestrebten sechs Prozent Umsatzwachstum unterschritten worden seien, habe tatsächlich mit dem Kälteeinbruch zu tun, sagt Volker Hergert, Analyst der Berliner Bankgesellschaft. "Das kann man ihnen nicht vorwerfen".

Was für Ziele der Konzern in diesem Jahr anstrebt - dazu wollte Metro keinerlei Aussagen machen. Analyst Thilo Kleibauer von MM Warburg rechnet jedoch damit, dass Metro in den kommenden Jahren wegen seiner Internationalisierung weiter Umsatzzuwächse von sechs Prozent erreichen dürfte. Klar ist, dass die Metro ihre Expansionsstrategie auch 2002 fortsetzt. Es sollen Vietnam, Indien und voraussichtlich Japan als neue Standorte hinzukommen. Ob das Unternehmen allerdings in diesem Jahr wie geplant entscheidet, ob Nordamerika ein dritter Kernmarkt neben Europa und Asien wird, ist nach Angaben eines Sprechers nun "unsicher". Im vergangenen Jahr hat Metro seinen Auslandsanteil am Umsatz auf 44,4 Prozent von 42,2 Prozent im Vorjahr erhöht. Wegen gesättigter Märkte in Westeuropa zieht es Metro wie die Konkurrenz ins Ausland, um weiter wachsen zu können.

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