Wirtschaft : Handelssanktionen

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Bei politischen Spannungen zwischen zwei Ländern greifen die Diplomaten oft zu Handelssanktionen (siehe Bericht Seite 17) – sie vermeiden Gewalt, wirken aber trotzdem. Das Spektrum solcher Sanktionen ist breit: So kann eine Regierung Importe aus einem bestimmten Land erschweren, indem es schärfere Sicherheits oder Umweltbestimmungen erlässt, etwa für Autos, die dann teuer umgebaut werden müssen. Eine schärfere Waffe sind Strafzölle, die auf den Preis ausländischer Erzeugnisse aufgeschlagen werden und so ihren Absatz schmälern können. Die letzte Stufe im Handelskrieg ist ein totales Embargo – das Verbot, wirtschaftliche Beziehungen mit einem bestimmten Staat zu unterhalten. Solche und ähnliche Handelssanktionen dürfen jedoch nicht willkürlich verhängt werden. Meist stehen Regeln der Europäischen Union, der Welthandelsorganisation WTO oder der Vereinten Nationen den Blockaden entgegen. oom

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