Wirtschaft : Handwerk fürchtet neuen Schwarzarbeiter-Rekord

Die Schattenwirtschaft ist nach Angaben von Handwerkspräsident Dieter Philipp auch in diesem Jahr der am stärksten boomende Wirtschaftszweig. Mit einem geschätzten Umsatz von rund 640 Milliarden Mark werde die Schwarzarbeit einen "neuen, traurigen Rekord" erreichen, erklärte Philipp am Montag bei einem Symposium anlässlich der Internationalen Handwerksmesse in München. Hauptgrund sei die Belastung der Arbeitskosten durch hohe Steuern und Sozialabgaben, sagte Philipp. Diese müssten deutlich gesenkt werden, um legale Arbeit wieder bezahlbar zu machen, forderte er. Allein im Handwerk entstünden wegen Schwarzarbeit in diesem Jahr Umsatzverluste von rund 100 Milliarden Mark, sagte Philipp. Dies seien zehn Prozent des Gesamt-Umsatzes. Ohne Schwarzarbeit könnten im Handwerk 500 000 Arbeitsplätze zusätzlich geschaffen werden. Philipp kritisierte auch die Neuregelung der 630-Mark-Jobs, die die Schwarzarbeit verstärkt habe.

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