Wirtschaft : Handwerk im Westen erwartet Wachstum

NEUSS .Die Handwerkskonjunktur in Westdeutschland und Ostdeutschland zeigt sich auch in diesem Frühjahr gespalten.Während im Westen Deutschlands bei Neueinstellungen und Umsatz vorsichtiger Optimismus unter den Handwerkern vorherrscht, schaffte das Handwerk in den neuen Ländern die Wende zum Wachstum auch in diesem Geschäftsjahr noch nicht.Wie der Verband der Vereine Creditrefom (Neuss) am Freitag in München mitteilte, zeigt unter anderem die Zahl der Insolvenzen unter den Handwerksbetrieben, daß Ostdeutschland und Westdeutschland bei der wirtschaftlichen Entwicklung eher noch weiter auseinandertreiben als enger zusammenrücken.Bei der Untersuchung des Verbandes der Vereine Creditreform wurden bundesweit 4000 Handwerksunternehmen befragt.

Die Pleitenentwicklung unter den Handwerksbetrieben zeigt für Westdeutschland 1998 einen Rückgang von 9,3 Prozent und in Ostdeutschland eine Zunahme um 14,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.Im Westen Deutschlands wurden rund 2000 Handwerksfirmen zahlungsunfähig, im Osten des Landes waren es 1200 Unternehmen.

Von den westdeutschen Firmen, von denen 24,6 Prozent im vergangenen Jahres steigende Umsätze verzeichneten, erwarten 27,0 Prozent auch für die nächsten sechs Monate eine Zunahme ihrer Geschäftstätigkeit.In den neuen Ländern blicken 20,9 Prozent der Befragten auf eine positive Umsatzentwicklung zurück - für die Zukunft erwarten aber nur 15,8 Prozent weiter wachsende Umsätze.Noch breiter ist der Graben nach Angaben von Creditrefom bei der Ertragsentwicklung: 22,8 Prozent der Handwerker in der alten Republik (1998: 20,6 Prozent) gehen von steigenden Gewinnen aus, in Ostdeutschland sind es nur 17,3 Prozent (1998: 16,5 Prozent).

An Neueinstellungen denken 11,1 Prozent der Befragten Handwerker im Westen Deutschlands (Vorjahr: 7,4 Prozent) und 8,5 Prozent im Osten Deutschlands (Vorjahr: 9,5 Prozent).Aber 18,8 Prozent der Betriebe in den alten Bundesländern (1998: 22,6 Prozent) und 26,0 Prozent in den neuen Ländern (32,1 Prozent) sehen sich gezwungen, künftig mit weniger Beschäftigten auszukommen.

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