Wirtschaft : Handwerk: Nachwuchs und Fachlehrer fehlen

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Das deutsche Handwerk wird es in den kommenden Jahren immer schwerer haben, geeigneten Nachwuchs zu finden. Ursache hierfür seien die sinkenden Schülerzahlen und die geringe Attraktivität der Hauptschule, sagte Dieter Philipp, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). "Darüber hinaus sehen wir mit großer Sorge, dass in den Berufsschulen ein gravierender Mangel an Fachlehrern eintritt." In den neuen Ländern werde sich die Zahl der Schüler bis 2011 fast halbieren. In den alten Ländern gebe es vor allem weniger Absolventen aus den Hauptschulen, die bisher den Großteil der handwerklichen Auszubildenen stellen. Die Länder müssten sich daher der Einstellung von Quereinsteigern öffnen.

Schon heute könnten etwa im Nahrungsmittel- und Metallhandwerk sowie in wichtigen Regionen wie etwa Süddeutschland nicht mehr alle offenen Stellen und Ausbildungsplätze besetzt werden. Dieser Trend werde sich weiter verstärken, sagte Philipp im Rahmen der Berliner Fachtagung "Demografische Entwicklung als Herausforderung für die Berufsbildung im Handwerk." Im Herbst will das deutsche Handwerk eine "Qualifizierungsoffensive" starten. Die Inhalte der Berufsausbildung müssten dem neuesten technischen Stand entsprechen, forderte Philipp: "Erste Wahl wird die handwerkliche Ausbildung nur dann sein, wenn Hightech eingebaut wird." Neben einer "vorausschauenden Qualifizierung" müsse man sich auch auf eine "geregelte Zuwanderung" verständigen.

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