Wirtschaft : Handyhersteller Motorola macht wieder Gewinn Sparmaßnahmen greifen Gesamtjahr aber mit Verlust

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New York (dpa). Der Handy und Chiphersteller Motorola hat im vierten Quartal 2002 dank einer mehrjährigen Restrukturierung wieder die Gewinnzone erreicht. Der zweitgrößte Handyhersteller (nach Nokia) hatte mit rigorosen Sparmaßnahmen auf die Probleme in der Mobilfunk- und Chipsparte sowie auf die schwache Konjunktur reagiert. Das Unternehmen hat seit 2000 etwa 50 000 Stellen gestrichen. Am Donnerstag präsentiert Nokia seine Jahresbilanz und Siemens legt Quartalszahlen vor.

Die Motorola Inc. teilte mit, dass im Schlussquartal 2002 ein Gewinn von 174 Millionen Dollar (162,6 Millionen Euro) anfiel. Im Vorjahr war in der selben Zeit ein Verlust von 1,2 Milliarden Dollar entstanden. Ohne Sondereinflüsse verdiente Motorola im vierten Quartal 13 Cent je Aktie, nach minus vier Cent im Schlussquartal 2001. Der Quartalsumsatz stieg um drei Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2002 musste Motorola aber einen Verlust von 2,5 (2001: 3,9) Milliarden Dollar hinnehmen. Der Umsatz fiel auf 26,7 (29,9) Milliarden Dollar. Motorolas Handy-Umsatz stieg im vierten Quartal um elf Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar. Der Marktanteil liegt mit 19 Prozent deutlich hinter Nokia mit rund 35 Prozent. Konzernchef Galvin prognostizierte für das erste Quartal 2003 einen Umsatz von 6,2 Milliarden Dollar. Im Gesamtjahr 2003 soll es einen Umsatz von 27,5 Milliarden Dollar geben.

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