Handyhersteller : Nokia macht der Börse Hoffnung

Die Geschäfte des weltgrößten Handyherstellers Nokia sind in den ersten drei Monaten des Jahres schlechter gelaufen als von Analysten erwartet. Die Aktie steigt aber kräftig trotz Absatzrückgang.

Berlin - Nokia-Chef Olli-Pekka Kallasvuo sprach von einem sehr schwierigen Umfeld. Doch es gebe Zeichen dafür, dass sich der Markt stabilisiere, sagte Finanzchef Rick Simonson. Im laufenden zweiten Quartal sollten mehr Mobiltelefone verkauft werden als in den ersten drei Monaten, sagte Kallasvuo.

Der Nokia-Chef hielt an seiner Prognose fest, dass der gesamte Handymarkt in diesem Jahr um rund zehn Prozent schrumpfen wird. Außerdem sagte Kallasvuo, dass der Bestand an unverkauften Handys von Januar bis März zurückgegangen sei. Beides führte dazu, dass die Zahlen an der Börse positiv aufgenommen wurden. Die Aktie stieg am Donnerstag in der Spitze um mehr als 13 Prozent.

Nokia verkaufte in den vergangenen drei Monaten 93,2 Millionen Handys, nach 115,5 Millionen im Vorjahresquartal. Der Umsatz fiel im Vergleich zur noch sehr guten Vorjahresperiode um 27 Prozent auf 12,66 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis schmolz sogar um 97 Prozent auf 55 Millionen Euro zusammen. Im Schnitt erhielt Nokia nur noch 65 Euro je Handy, vor einem Jahr waren es noch 79 Euro gewesen. Der Grund ist der steigende Anteil an Billighandys, die eigentlich für Schwellenländer bestimmt sind, sich aber angesichts der Wirtschaftsflaute auch in den Industriestaaten ausbreiten. Aber immerhin verdient Nokia mit seinen Handys noch Geld. Das Ausrüstergeschäft Nokia Siemens Networks (NSN) und die Navigationssparte Navteq schreiben dagegen weiter Verluste. vis

0 Kommentare

Neuester Kommentar