Handytarife : Zeit für den Wechsel

Acht Cent pro Gesprächsminute und SMS in alle Netze – diesen Preis bieten viele Prepaid-Anbieter wie Igge&Ko, Solomo oder Discotel – und damit kann kaum ein Vertragsanbieter mithalten.

Die Stiftung Warentest hat die Kosten für Wenigtelefonierer (30 Minuten pro Monat), Normaltelefonierer (90 Minuten) und Vieltelefonierer (180 Minuten) von etlichen Prepaid- und Vertragsanbietern verglichen.

Das Ergebnis: Die 8-Cent-Guthabentarife sind sowohl für Wenigtelefonierer als auch für Vieltelefonierer am günstigsten. Wer eine halbe Stunde telefoniert, zahlt mit den preiswertesten Prepaid-Anbietern wie Discotel, Flexishop, Maxxim oder Igge&Ko laut Profil 4,50 Euro. Bei 180 Minuten liegen die günstigsten Tarife von Igge&Ko und Solomo bei 23 Euro. Verbraucher sollten hierbei aber auf Mindestumsätze achten: Einige Anbieter verlangen, dass die Prepaidkunden einen bestimmten Betrag im Monat „abtelefonieren“.

Für den Normaltelefonierer lohnt sich der Vertrag: das Inklusivpaket Online von O2 ist billiger als die Guthabentarife. Bei 90 Minuten Telefonzeit im Monat liegen die Kosten laut Profil bei 10 Euro. Allerdings binden sich Kunden mit Verträgen meist zwei Jahre an ein Unternehmen und können nicht einfach den Tarif wechseln, wenn es ein günstigeres Angebot gibt.

Wer wechseln möchte, sollte vorher prüfen, wie viele Minuten er in welches Netz telefoniert und wie viele SMS er versendet. Ein Tarif, der zum Telefonverhalten passt, spart Kosten. Wer seine alte Rufnummer mitnehmen möchte, sollte vorher anfragen. Der neue Anbieter ist nicht verpflichtet, die Nummer zu übernehmen. Der Kunde wird für die Rufnummern-Mitnahme zur Kasse gebeten: sie kostet meist zwischen 20 und 30 Euro. Einen aktuellen Vergleich der Tarife gibt es kostenpflichtig unter www.test.de/downloads. jmi

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