Hannover-Messe 2014 : Alles digital

Die Hannover-Messe thematisiert vom 7. bis 11. April als zwei ihrer Schwerpunkte die selbst lernende Fabrik und Energiesysteme im Wandel. Der rote Faden ist die Fusion von Produktion und IT-Welt, damit die Industrie vom Zulieferer bis zum Kunden eigenständig Daten austauscht, Entscheidungen fällt oder sich gegenseitig steuert.

Die weitere Digitalisierung der Wirtschaft sei dringend notwendig, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, im Vorfeld der Leitmesse am Sonnabend. Er forderte den Ausbau der Breitbandnetze. Hier bestehe ein Investitionsbedarf von rund 20 Milliarden Euro bis 2018. „Das kann nicht alles staatliches Geld sein, das kann auch privates Geld sein.“

Rund 5000 Aussteller sind gegenüber der jüngsten vergleichbaren Hannover- Messe aus dem Jahr 2012 knapp drei Prozent Plus. Bei konstanter Fläche sind die 183 000 Besucher von 2012 die Messelatte. Mit 51 Prozent überwiegt der Auslandsanteil der Leistungsschau. Nach Deutschland mit seinen rund 2500 Ausstellern folgen China mit gut 500, Italien mit 267 und das diesjährige Partnerland Niederlande mit 230 Teilnehmern. Aus Russland, das 2013 als Messe-Partnerland 150 Aussteller schickte, kommen diesmal deutlich weniger Teilnehmer. Die Ukraine stellt zwei Aussteller.

Am diesem Sonntag sollen Kanzlerin Angela Merkel und der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte die Messe eröffnen. Das Schlagwort „Industrie 4.0“ umschreibt den Trend der Vernetzung als vierte industrielle Revolution – nach der Dampfmaschine, der Massenproduktion und der Automatisierung. dpa

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