Wirtschaft : Harte Angriffe auf Euro-Professorenkritik

BONN (AFP).Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die Forderung von 155 Wirtschaftsprofessoren nach einer Verschiebung der Währungsunion als "untaugliches Störmanöver in letzter Minute" kritisiert.DGB-Vorstandsmitglied Michael Geuenich verwies am Dienstag in Düsseldorf auf die großen wirtschaftlichen Vorteile der europäischen Währungsunion und betonte, daß außer Griechenland fast alle EU-Staaten die vereinbarten Teilnahmekriterien erfüllten.Für den SPD-Franktionschef Rudolf Scharping stammt die Kritik der Professoren "aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft." Die Wechselkursschwankungen zwischen den europäischen Währungen hätten in den vergangenen Jahren rund 600 000 Industriearbeitsplätze gefordert, so Scharping.Auch der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Nobert Walter, forderte eine strikte Einhaltung des Euro-Fahrplans."Wer jetzt den Euro-Start gefährdet, der sorgt für Divergenz in Europa, dann fliegen erst einmal die Brocken auseinander," ließ Walter verlauten.

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