Wirtschaft : Hauptstadt soll Drehkreuz werden Air Berlin erwartet höhere Passagierzahlen

Berlin - Der neue Großflughafen soll Berlin schon in diesem Jahr kräftigen Schub geben. Flughafenchef Rainer Schwarz erwartet, dass das Passagieraufkommen in Berlin erneut stärker zunehmen wird als im Bundesdurchschnitt und die Rekordzahl von 24 Millionen Fluggästen aus dem vergangenen Jahr erneut übertroffen wird, sagte er am Mittwoch auf der Reisemesse ITB. In den ersten beiden Monaten lag der Zuwachs bei fünf Prozent. Nach der Eröffnung des Flughafens Berlin-Brandenburg am 3. Juni 2012 werde vor allen der Umsteigeverkehr zunehmen. 75 Fluggesellschaften fliegen dann zu 172 Zielen in 50 Ländern. Allein Air Berlin werde von ihrem neuen Heimatflughafen pro Woche 721 Flüge unternehmen, sagte Schwarz.

Die Fluggesellschaften erhöhten auf einigen Strecken auch die Flughäufigkeit. „Diese Frequenzsteigerungen sind für uns von großer strategischer Bedeutung“, sagte der Flughafenchef. Denn sie ermöglichten den Aufbau einer Drehkreuzstruktur. Das ist vor allem der Plan von Air Berlin, wie Vorstandschef Hartmut Mehdorn auf der ITB bekräftigte. Die Zusammenarbeit mit dem neuen arabischen Partner Etihad und die Mitgliedschaft in der Unternehmensallianz Oneworld werde das Vorhaben erleichtern. Schon jetzt habe Air Berlin in der deutschen Hauptstadt einen Marktanteil von 33 Prozent. Das Unternehmen strebe an, die Fluggastzahl in Berlin von zuletzt 7,9 Millionen bis 2020 auf zwölf bis 13 Millionen zu erhöhen. Trotz der großen Konkurrenz am Markt fühle sich Air Berlin als die Nummer sechs in Europa wohl, sagte Mehdorn. „Es ist immer besser zu jagen, als gejagt zu werden“, meinte der Manager. dpa/kt

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