Wirtschaft : Hauptversammlung der Karstadt AG befürwortet mit 99,6 Prozent eine Zusammenlegung

Die Fusion des Warenhauskonzerns Karstadt, Essen, mit dem Versandhaus Quelle, Fürth, ist am späten Freitag abend in Düsseldorf besiegelt worden. Am Ende einer 13stündigen Sitzung stimmte die Hauptversammlung der Karstadt AG mit 99,6 Prozent der Fusion zu. Zahlreiche Anfragen von Kleinaktionären hatten die Debatte in die Länge gezogen. Dagegen war die ebenfalls am Freitag erfolgte Zustimmung der Gesellschafter der Schickedanz Handelswerte GmbH & Co KG eine reine Formsache gewesen. Diese Gesellschaft war eigens für die Verschmelzung auf die Karstadt AG gegründet worden. Ein Hauptkritikpunkt der Karstadt-Aktionäre war, daß die gewinnstarken Quelle-Bank und Quelle-Versicherungen nicht in den neuen Konzern eingebracht werden. Die Quelle-Bank AG geht unter neuem Namen an die Börse. Deutschlands größte Direktbank firmiert künftig unter dem neuen Namen Entrium Direct Bankers AG. Auf der Karstadt-Hauptversammlung zielten mehrere Anfragen auch auf Verflechtungen in der Schickedanz-Gruppe sowie auf die Ertragslage der Gesellschaften. Mit der Fusion entsteht ein Handelskonzern mit einem Umsatz von 32,4 Mrd. DM (16,5 Mrd Euro) und rund 116 000 Mitarbeitern.

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