Wirtschaft : Hausse an den Börsen ungebrochen

Dow-Jones-Index steigt über 7000 Punkte / Auch in Deutschland geht es aufwärts Berlin/New York (dr/pf).Die Hausse an den Aktienmärkten scheint kein Ende zu nehmen.In New York stieg der Dow-Jones-Index, das wichtigste Börsenbarometer der Welt, am Donnerstag erstmals über 7000 Punkte.Der Wert der 30 führenden US-Unternehmen nahm innerhalb von 24 Stunden um 0,87 Prozent zu.Der Dow Jones-Index schloß mit 7022,44 Punkten und übertraf damit den alten Rekord vom Vortag um 60,81 Punkte.Am Freitag eröffnete der Dox Jones bei 7023,98 Punkten. Ähnlich die Entwicklung der deutschen Börsen.Hier kletterte der Deutsche Aktienindex (Dax), der die 30 wichtigsten Industriewerte repräsentiert, auf 3248,18 Punkte.Am Donnerstag hatte er bei 3229,48 Punkten gelegen.Als Gründe für den anhaltenden Aufwärtsdrang am Aktienmarkt nannten Händler die Rekordvorgaben der Wall Street und dem festen Dollar, der in Frankfurt (Main) mit 1,6810 (Vortag 1,6826) DM amtlich notiert wurde.Im Computerhandel erreichte der Ibes-Dax am Nachmittag schließlich 3249,17 Zähler. Die Bankgesellschaft Berlin geht - vorausgesetzt der Dollar bricht nicht ein und die Inflationserwartungen steigen nicht - von einem Dax von 3500 Punkten in den kommenden sechs Monaten aus.In zwölf Monaten könnte der Dax noch deutlich darüber liegen, heißt es im jüngsten Kapitalmarktbericht.Das derzeitige Kursniveau der inländischen Dividendentitel sei fundamental abgesichert.Angesichts der erwarteten Ertragssteigerungen bei den Unternehmen von 16 Prozent in 1997 und 14 Prozent in 1998 ergäben sich noch deutliche Kurspotentiale.Die Bankgesellschaft empfiehlt vor allem exportorientierte Titel. An der Wall Street sind es vor allem die Investmentfonds, die die Kurse nach oben treiben.Die Anlagefonds pumpen unter dem Druck der Kleinanleger den größten Teil ihrer Mittel in den Aktienmarkt.Trotz immer wieder auftauchender Ermüdungserscheinungen in der Form heftiger Kursausschläge und Minikorrekturen glaubt das Heer der Aktiensparer offensichlich an eine Fortsetzung der fetten Jahren.Allein im Januar haben die Fonds im Auftrag ihrer Kunden 24 Mrd.Dollar in den Aktienmarkt investiert.Anfang des Jahres hatten die Anleger noch Vorsicht walten lassen, indem sie einen Teil ihrer Ersparnisse in Geldmarktfonds geparkt haben.So konnten die Geldmarktfonds im Januar 32 Mrd.Dollar einsammeln.Nachdem nun aber die Aktienkurse neue Höhen anvisiert haben, dürften im Februar viele auf Aktien umsteigen.
15.02.97

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