Wirtschaft : Heidelberger Druck spart

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck will mit Hilfe eines 200 Millionen Euro schweren Sparprogramms weiterhin schwarze Zahlen schreiben. Wegen der anhaltenden Konjunkturflaute und gedämpfter Umsatzerwartungen kämen „alle Bereiche des Unternehmens“ auf den Prüfstand, kündigte der Vorstandsvorsitzende der Heidelberger Druck, Bernhard Schreier, am Mittwoch an. Dabei stellte Großaktionär RWE erstmals seinen Zeitplan in Frage, sich bis Ende 2003 von seinem 50-prozentigen Anteil zu trennen. dpa

Worldcom sucht neuen Chef

Der in das größte Konkursverfahren und den schlimmsten Buchführungsskandal verwickelte US-Telekom-Konzern Worldcom ist auf der Suche nach einem neuen Chef. Die Gesellschaft will Mitte nächsten Jahres aus dem Konkursverfahren heraus kommen. John Sidgmore, der die Führung der Gesellschaft im April 2002 auf Interimsbasis übernommen hatte, hat die Suche nach einem permanenten Nachfolger angekündigt. Sidgmore hatte den ehemaligen Konzernchef Bernie Ebbers abgelöst. Sidgmore soll selbst unter Druck gekommen sein, die Führung von Worldcom wieder abzugeben, hieß es in US-Medienberichten. dpa

HDW an OEP verkauft

Der Streit um den Verkauf der Kieler Werft HDW ist beendet. Der Gläubigerausschuss der insolventen Babcock Borsig AG hat dem Verkauf der restlichen 25 Prozent plus einer Aktie an den US-Finanzinvestor One Equity Partners (OEP) zugestimmt. Damit hat der amerikanische Investor jetzt alle Anteile an der deutschen Werft in der Hand. Weil die Babcock-Borsig-Unternehmensspitze ihren Widerstand aufgegeben hat, erzielt sie einen höheren Preis für die zweite Tranche: Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Horst Piepenburg einen zweistelligen Millionenbetrag plus Übernahme von Schulden. HB

Vorwürfe gegen Messier

Mit Drohungen und Einschüchterungen sollen der Ex-Chef des französischen Medien- und Versorgerkonzerns Vivendi Universal, Jean-Marie Messier, und seine Mitarbeiter ihre Wirtschaftsprüfer bedrängt haben, um in der Bilanz 2001 keinen Verlust auszuweisen. Das berichtet die Zeitung „Le Monde". Seit dem Rücktritt von Messier Anfang Juli ermittelt die Pariser Börsenaufsicht gegen Vivendi wegen irreführender Finanzinformation. HB

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