Wirtschaft : Heidelberger Druck strebt an die Börse

Ergebnis gibt Rückenwind

HEIDELBERG (dpa).Mit kräftigen Umsatz- und Gewinnsprüngen strebt die Heidelberger Druckmaschinen AG an die Börse.Rund 15 Prozent des Kapitals sollen voraussichtlich bis Dezember in den freien Handel gehen.Dies kündigte der Vorstandsvorsitzende des weltgrößten Druckmaschinenherstellers, Hartmut Mehdorn, am Donnerstag an.Beim Börsengang sollen Gewinnrücklagen samt Steuerrückerstattung ausgeschüttet und über eine Kapitalerhöhung wieder hereingeholt werden.Die Anteilseigner Allianz, Münchner Rück und Commerzbank verzichten auf neue Aktien, so daß Spielraum für einen Anteilsverkauf an neue Aktionäre entsteht.Die Ausschüttung wird mit 2,7 Mrd.DM, der Rückfluß mit zwei Mrd.DM beziffert.Mehrheitsaktionär bleibt der RWE-Konzern mit rund 57 Prozent. Finanzchef Herbert Meyer sagte, der Börsengang solle auch Finanzierungskanäle für Zukäufe erschließen.Konkrete Pläne nach der Übernahme des weltgrößten Anbieters für die Druckvorstufe, Linotype-Hell, gebe es aber nicht."Wir liegen auf der Lauer." Getrieben von einem China-Boom und guten Geschäften in Deutschland und den USA stiegen Umsätze und Auftragseingang im 1.Quartal des Geschäftsjahres 1997/98 (31.März) laut Mehdorn zweistellig.Im Gesamtjahr soll der Konzernumsatz inklusive Linotype-Hell (rund 800 Mill.DM) auf mehr als 6 Mrd.DM klettern.Der Jahresüberschuß lag 1996/97 bei 353 Mill.DM.

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