Wirtschaft : Heidelberger Druck zuversichtlich - Zukunft für Digitaltechnik

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck will im Digitaldruck den US-Riesen Xerox angreifen. Der Digitaldruck solle neben den traditionellen Offset-Maschinen zum "zweiten Standbein" des Konzerns werden, sagte der neue Vorstandschef Bernhard Schreier am Mittwochabend. "Da geht die Post ab, dort sind Wachstumsraten im zweistelligen Bereich drin." Xerox habe bei schnellen Schwarz-Weiß-Digitaldruckmaschinen einen Marktanteil von 85 Prozent. "Wir wollen Xerox Marktanteile abnehmen", sagte Schreier. Ziel für Heidelberg sei ein Marktanteil von 30 Prozent. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 1999/2000 (31. März) habe der Digitaldruck die Erwartungen "weit übertroffen". Trotz Umsatz- und Ergebnisrückgangs bewertete der Konzern die ersten sechs Monate positiv. Der Umsatz habe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,1 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro (3,6 Milliarden Mark) nachgegeben, sagte Finanzvorstand Herbert Meyer. Der Gewinn sei "unter Plan" gewesen und um 13,8 Prozent auf 81 Millionen Euro gesunken. Die Neuaufträge legten jedoch um 8,4 Prozent auf zwei Milliarden Euro zu. Für das Gesamtjahr erwarte Heidelberg einen leicht über dem Vorjahreswert von 3,95 Milliarden Euro liegenden Umsatz. Der Gewinn werde gegenüber dem Vorjahr (256 Millionen Euro) um etwa 20 bis 25 Millionen Euro zurückgehen. Grund seien die Kosten für die Integration der im März von Kodak gekauften Digitaldrucksparte.

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