Wirtschaft : Heideldruck baut Fertigung in China

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Heidelberg Die Heidelberger Druckmaschinen AG, mit 3,2 Milliarden Euro Umsatz weltgrößter Anbieter der Branche, startet in diesem Jahr mit dem Aufbau eines Werkes in China. „Damit wollen wir uns zusätzliche Absatzpotenziale erschließen“, sagte Vorstandschef Bernhard Schreier am Dienstag in Heidelberg. „China ist ein Testfall für uns, ob wir im Land die gleiche Qualität produzieren können wie in Deutschland.“

Heidelberg investiert in die Fertigung in den ersten drei Jahren rund zehn Millionen Euro, mittelfristig sollen dort 200 Personen arbeiten. Derzeit setzt das Unternehmen in China knapp 300 Millionen Euro um. Heidelberg ist nach Aussage von Schreier der erste nicht-chinesische Druckmaschinen-Hersteller, der in China fertigt. Wenn sich zeige, dass die in China gefertigten Maschinen mit der Qualität der örtlichen Hersteller vergleichbar sei, kann sich Schreier vorstellen, diese auch an den internationalen Markt zu liefern. Große Druckmaschinen werden nach seiner Aussage auch weiter in Deutschland gefertigt.

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat wie die gesamte Branche eine schwere Zeit hinter sich. In den vergangenen zwei Jahren hat der Konzern hohe Verluste geschrieben und sich von mehreren Sparten getrennt. Im Ende März abgeschlossenen Geschäftsjahr 2004/05 hat Heideldruck einen Jahresüberschuss von 61 Millionen Euro erzielt – nach einem Verlust von 695 Millionen Euro im Vorjahr, der vor allem aus Abschreibungen resultierte. Bei einer Prognose für das laufende Jahr zeigte sich der Vorstandschef vorsichtig. Schreier nannte als Ziel ein „moderates Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis“. gil/HB

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