HEIK AFHELDT trifft … : Bengt Pihl

Bengt Pihl,
Bengt Pihl,

Chef von Scandlines.

Ein beeindruckend breitschultriger Schwede mit einem großen Kopf und einer reichen Erfahrung als Manager, sachlich und mit dem leisen Witz eines Mannes, der schon viel von der Welt gesehen hat. Seit anderthalb Jahren steht er nun oben auf der Kommandobrücke der Gesellschaft, die mit ihren 16 Fähren und 2100 Leuten vor allem Dänemark, Schweden und Deutschland über die Ostsee verbindet. Mit ihren „Floating Bridges“ für Menschen, Autos und Fracht haben sie zuletzt einen Umsatz von über 600 Millionen Euro und einen Überschuss von 176 Millionen Euro erzielt. Seefahrt tut gut! Und die Fahrt geht weiter, auch wenn auf einer ihrer Königsstrecken Rödvig–Fehmarn 2019 eine „Landverbindung“ droht.

Aus seiner Sicht „ein Unsinn“ für mindestens 5,5 Milliarden Euro.

Sie bauen gerade in Stralsund zwei neue Fähren für die Strecke Gedser–Rostock. Die Namen „Kopenhagen“ und „Berlin“ sind Programm: Aus gutem Grund haben sie ihren Geschäftssitz in Berlin, auch wenn fast alle 1000 Mitarbeiter in Deutschland in Warnemünde arbeiten. In der Hauptstadt-Region leben fast so viele Menschen wie in Dänemark.

Berlin kennt Bengt Pihl schon aus seinen zwei Jahren bei Bombardier. Aber nach seinem Studium als Betriebswirt, einem Jahr bei der schwedischen Luftwaffe und zwei Jahren bei Price Waterhouse Coopers als Wirtschaftsprüfer wollte er endlich mal wissen, was hinter den Zahlen vorgeht. Das hat er erst bei der schwedischen Atlas Copco und dann in 15 Jahren für ABB in den USA, in der Schweiz und zuletzt als Deutschland-Chef in Mannheim erfahren. Auf den jetzigen Posten hat ihn ein Headhunter bei einer großen Private-Equity-Konferenz geholt.

Aus zwei Ehen hat der Manager fünf Kinder. Seine zweite Frau, Amerikanerin, liebt mittlerweile Berlin und ihre Villa in Lichterfelde. Und ihr Mann, der einmal Langstrecke gelaufen ist und heute Golfrunden dreht, hat schon immer für Fußball geschwärmt. Und nun sponsert er die Hertha.

Heik Afheldt war Herausgeber des

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