HEIK AFHELDT trifft … : Heiner Andexer

Ingenieur und Informatiker.

Heiner Andexer (62) ist Mitglied der Geschäftsleitung von WG Data-Ferrit in Berlin. Der Diplom-Ingenieur ist
Heiner Andexer (62) ist Mitglied der Geschäftsleitung von WG Data-Ferrit in Berlin. Der Diplom-Ingenieur ist

Ein runder, kluger Kopf, schwarze Brille, kurze Haare und eine klare Sprache. Man spürt den Ingenieur. Auch mit seinem jüngsten Unternehmen, der WG Data-Ferrit, will Heiner Andexer die alte Ökonomie mit der neuen Welt des Internet verbinden. Sie beraten Banken, Sparkassen und Versicherungen dabei, neue kundenfreundliche, interaktive Oberflächen mit den internen Informatik-Systemen zu koppeln. Für diese so wichtige Aufgabe hat sich der talentierte Netzwerker schon in vielerlei Funktionen engagiert. So hat er 1998 das „Institute of Electronic Business IEB“ an der UdK mit Unterstützung der Wirtschaft gegründet und dort zehn Jahre gelehrt. Das Ziel des Vereins? Technisches, betriebswirtschaftliches und Designdenken zusammenzubringen. Aus dem IEB ist dann Digiate als Ausgründung entstanden. Die fusionierten sie später mit der WG-Data von Wolfgang Günter, ehemals bei der Berliner Bank.

Für die Berufswahl und sein wichtigstes Hobby war sein Vater – Vollblut-Maschinenbauer und Oberliga-Fußballspieler – entscheidend. Zunächst die strenge Lehre als Elektrotechniker bei der Deutschen Bahn in Wuppertal und nebenher die Abendschule und das Abi. Dann dort an der Uni das Diplom in Elektrotechnik. Als hier an der TU 1972 das neue Fach Kybernetik startete, reizte ihn das zum zweiten Studium zum Informatiker. Finanziert hat das seine damalige Freundin und spätere Frau, eine Steuerberaterin. Seit damals liebt er die Stadt und lebt „in seinem Koffer hier in Berlin“.

Nach dem Studium wollte er mit seiner Software-Schmiede Gipa gerne selbständig sein, ging nach drei Jahren dann aber doch nach Frankfurt zum Flugzeugbauer McDonnell-Douglas. Als es dort mit der Stelle in den USA nicht klappte, gründete er mit Freunden die Plenum AG. Beim Börsengang drei Jahre später zählten sie 400 Mitarbeiter. Nach dem Verkauf seiner Anteile betreibt er seine Mission wieder ganz aus Berlin. Das Thema bleibt auch bei seiner Veranstaltungsreihe Perspektive das selbe: Das Verständnis und das Gespräch zwischen den Disziplinen und der Old und der New Economy! Der Senat, ist er überzeugt, habe noch gar nicht verstanden, was Berlin nach vorne treibt.

Heik Afheldt war Herausgeber des

Tagesspiegels

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