HEIK AFHELDT trifft … : Manfred Gugerel Manager Berlin Capital Club

Manfred Gugerel,
Manfred Gugerel,

Es gibt kaum einen schöneren Blick in Berlin als den von den noblen Räumen des „Capital Club“ auf den Gendarmenmarkt. Der gute Geist, der dort als Regional General Manager der weltweiten CCA-Gruppe hinter deren mittlerweile 45 Business- und Golfklubs in ganz Europa wirkt, hat offenbar seinen Traumjob gefunden. Dass er mal Hotelier werden wollte, war dem sportlichen 192-Zentimeter-Mann mit den durchdringenden blauen Augen und den dunklen Augenbrauen bereits als Schüler in Wien klar. Schon mit 15 Jahren hat er dort im feinen Hotel Imperial alles gelernt, was es zu einer steilen Karriere braucht. In der Berufsschule, erzählt er, sei bei ihm „der Knopf aufgegangen“. Die Welt stand ihm offen. Seine Spezialität wurde die Eröffnung neuer Häuser, ob in Amerika, Wien oder Moskau. Dort arbeitete er zuletzt für Mariott, als ihn der Anruf eines Vertrauten von Dieter Klostermann erreichte, ob er die Leitung der damals 23 europäischen Objekte übernehmen wolle.

Die Aufgabe reizte ihn. Aber eigentlich wollten er und seine Frau auf keinen Fall nach Berlin. Das war ihm „zu wenig Ausland“. Heute schwärmt er für die Stadt, ihre zweite Heimat, und für Dahlem, wo sie mit ihrer Tochter wohnen. Es sei die „spannendste deutsche Stadt“. Und Ausland hat er bei seinen vielen Reisen immer noch reichlich. An etwa 150 Tagen im Jahr ist er unterwegs.

Zu seiner Region „Greater Western Europe“ gehört auch Russland. Sich selber versteht er nicht als Chef, sondern als unruhigen Geist „in der zweiten Reihe“ hinter den „grandiosen Teams“, die er auswählt. In Berlin sind es insgesamt 150 Mitarbeiter. Die meisten davon betreuen die heute 1563 Mitglieder im „Berlin Capital Club“ und ihre Gäste – etwa 50 000 im Jahr. Sein Ziel: Der führende Business -Klub zu sein und eine solide Heimat für die Members hier und in den 250 Klubs weltweit. Alleine in Deutschland betreiben sie auch acht Golfklubs. In der Region ist zum Klub in Motzen Anfang des Jahres der „Club Schloss Wilkendorf“ zur Familie gestoßen. Sein eigenes Handicap verrät, wie sehr ihn sein Job fordert und begeistert.

Heik Afheldt war Herausgeber des

Tagesspiegels

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