Wirtschaft : Heinz Hilgert muss Stellen abbauen

Düsseldorf/Berlin - Der neue Vorstandsvorsitzende der Düsseldorfer WestLB, Heinz Hilgert, hat vom Aufsichtsrat der Landesbank bereits vorab viel Lob erhalten. „Heinz Hilgert hat uns mit seinen Vorstellungen zur Zukunft der WestLB überzeugt“, erklärte der Aufsichtsratschef der Bank, Michael Breuer. Hilgert bringe große Erfahrung bei der erfolgreichen Neuausrichtung von Geschäftsmodellen mit. Zudem habe er „besondere Kompetenzen bei Fusionen und der Restrukturierung bankbetrieblicher Prozesse“.

Hilgert hatte 1979 bei der Chase Manhattan Bank angefangen. Nach Stationen bei Trinkaus & Burkhardt und Sal. Oppenheim kam er 1996 zur genossenschaftlichen SGZ-Bank, bei der er 1997 in den Vorstand einzog. Nach mehreren Fusionen genossenschaftlicher Zentralbanken, aus denen 2001 die DZ Bank entstand, gehörte er von Beginn an dem Vorstand des Instituts an. Der 54-jährige Manager und Wirtschaftswissenschaftler wird als ausgewiesener Kapitalmarktexperte bezeichnet und war bei der DZ Bank für das Kapitalmarktgeschäft zuständig. Aus dem Vorstand des genossenschaftlichen Spitzeninstituts schied er jedoch im vergangenen Herbst nach Differenzen mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Kirsch aus.

Dem Aufsichtsrat zufolge soll Hilgert sein Amt am 1. Mai antreten. Er löst damit Alexander Stuhlmann ab, der seit Sommer 2007 an der Spitze der Bank stand. Stuhlmann hatte schon bei Amtsantritt erklärt, er stehe nur für eine Übergangszeit zur Verfügung.

Mit seinem Wechsel an die Spitze der drittgrößten Landesbank dürften große Aufgaben auf Hilgert warten. Er muss Arbeitsplätze abbauen und das Mittelstandsgeschäft stärken. dr

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