Wirtschaft : Helios-Kliniken zahlen bis zu 18 Prozent mehr Lohn

-

Berlin - Für die meisten Beschäftigten der Helios-Klinken gibt es ab sofort mehr Geld. Der Krankenhausbetreiber, der an zwei Berliner Standorten knapp 3000 Leute beschäftigt, einigte sich jetzt erstmals mit der Gewerkschaft Verdi auf einen bundesweit gültigen Tarifvertrag. Danach bekommen Ärzte bis zu 18 Prozent mehr Lohn, bei den übrigen Beschäftigten steigen die Bezüge schrittweise um bis zu 450 Euro. Bis Ende 2009 sollen die Löhne in Ost und West angeglichen sein, sagte Helios-Arbeitsdirektor Francesco De Meo am Mittwoch in Berlin. „Jeder bekommt mehr, bei keinem wird etwas abgesenkt.“

Bislang gab es in den 55 Helios-Kliniken Unterschiede von bis zu zwölf Prozent beim Verdienst – abhängig davon, ob für die Häuser ein Tarifvertrag galt. Jetzt betrifft der Abschluss zunächst 14 000 Mitarbeiter. Er soll schrittweise auf alle deutschen Helios-Kliniken mit ihren 26 200 Beschäftigten übertragen werden.

Für die Kliniken in Buch (2009 Beschäftigte) und in Zehlendorf (974 Beschäftigte) gilt die Einigung ab Januar. In Buch bekommen die Ärzte fünf bis 15 Prozent mehr Lohn, in Zehlendorf zwei bis 15 Prozent mehr. Wie viel es genau ist, hängt ab vom Familienstand: Durch eine neue Tarifstruktur fällt der Anstieg bei Ledigen höher aus als bei Verheirateten mit Kindern.

Beim nichtärztlichen Personal – Krankenschwestern, Putzkräfte, EDV-Experten – gilt für beide Standorte ein anderes Schema: Das Grundentgelt wird in mehreren Schritten ab Januar erhöht – und zwar um bis zu 450 Euro bis Ende 2009. Es sei denn, der Verdienst eines Beschäftigten erreicht schon früher die neue Lohntabelle – dann fällt der Anstieg geringer aus. Sollte Helios weitere Kliniken übernehmen, gilt für diese nach sechs Wochen ebenfalls der neue Tarifvertrag.

Zudem vereinbarten Helios und Verdi Sonderzahlungen für Eltern mit Kindern. Wer früher aus der Elternzeit zurückkommt, bekommt zwei Jahre lang pro Monat 100 Euro steuerfrei, die er in die Kinderbetreuung stecken kann. Zudem können Beschäftigte, die sich weiterbilden, schneller in höhere Gehaltsgruppen aufrücken. Dafür müssen sie aber Überstunden für die Qualifizierung nutzen. „Wir bekommen durch den Tarifvertrag Ruhe ins Unternehmen“, sagte De Meo. Helios wende für die Lohnsteigerung dieses Jahr 20 Millionen Euro auf. brö

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben