Wirtschaft : Henkel: Düsseldorfer schließen Jahr 2000 mit Rekordergebnis ab

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Der Düsseldorfer Chemie- und Waschmittelkonzern Henkel hat das Jahr 2000 erneut mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Der Jahresüberschuss verbesserte sich um 25 Prozent auf 505 Millioen Euro (rund 988 Millionen Mark), teilte das Unternehmen bei Vorlage der vorläufigen Zahlen am Donnerstag in Düsseldorf mit. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) kletterte um 10,9 Prozent auf 950 Millionen Euro (rund 1,8 Milliarden Mark). Der Umsatz des Gesamtkonzerns stieg im vergangenen Jahr um 12,5 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro (rund 25 Milliarden Mark). Zur Dividende machte das Unternehmen keine Angaben. Die endgültigen Zahlen will Henkel am 19. März vorlegen. Die Börse nahm die vorläufigen Zahlen freundlich auf: Der Kurs der Aktie kletterte bis zum frühen Nachmittag um 3,2 Prozent auf 72,37 Euro.

"Bei Umsatz und Ebit liegt Henkel am oberen Ende der Erwartungen", sagte Oliver Günter, Chemie-Analyst bei der Bankgesellschaft Berlin. Insgesamt seien die Zahlen nicht überraschend gewesen. "Henkel ist auf einem guten Weg", sagte Günter. Die Zahlen deuteten auf ein stabiles Wachstum hin. Einziges Risiko für die Zukunft sei die erwartete Akquisition im Bereich Kosmetik/Körperpflege, die möglicherweise teurer werden könnte als erwartet. Im Zuge der Konzentration auf die Kerngeschäfte Kosmetik, Wasch- und Reinigungsmittel plant Henkel auch in der Kosmetik Verstärkungen, um von der jetzigen Nummer Elf unter die ersten Fünf aufzuschließen. Günter rechnet damit, dass die Akquisition im ersten Halbjahr über die Bühne gehen wird.

Tragende Gewinnsäule war im Jahr 2000 der Bereich Klebstoffe. Der Umsatz stieg um 18,3 Prozent auf 3 Milliarden Euro. Das betriebliche Ergebnis erhöhte sich um 7,9 Prozent auf 256 Millionen Euro.

Die Chemieprodukte-Sparte Cognis, die zum Verkauf steht, steigerte den Umsatz im vergangenen Jahr um 21,2 Prozent auf 220 Millionen Euro. Henkel hatte in diesen Tagen den Verkaufsprospekt an potenzielle Partner übermittelt. Der Prozess verlaufe planmäßig und werde noch einige Monate in Anspruch nehmen, teilte Henkel mit.

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