Wirtschaft : Henkel steigert Profit – Aktienkurs stürzt trotzdem ab

Maren Peters

Berlin - Der Waschmittel- und Kosmetikkonzern Henkel, zu dem unter anderem die Marken Persil, Pritt und Schwarzkopf gehören, hat Umsatz und Gewinn im vierten Quartal 2005 und im Gesamtjahr deutlich gesteigert. „Wir sind profitabel gewachsen, konnten unsere Marktposition weiter ausbauen und haben unsere gesteckten Ziele erreicht“, sagte Ulrich Lehner, der Vorstandsvorsitzende des Düsseldorfer Konzerns, am Mittwoch. Er zeigte sich auch für das laufende Jahr optimistisch. Die Aktionäre sollen von der positiven Entwicklung profitieren. Henkel kündigte eine Dividende je Vorzugsaktie von 1,36 Euro (Vorjahr: 1,30) und von 1,30 (1,24) je Stammaktie an. Der Kurs der Aktie stürzte trotzdem ab.

Der Persil-Hersteller profitierte nicht nur von einer starken Nachfrage nach Waschmitteln, sondern vor allem von milliardenschweren Zukäufen in den USA, dem größten Konsumentenmarkt der Welt. Mit der Übernahme des Waschmittelherstellers Dial, der Haarpflegefirma ARL und des Klebstoffherstellers Sovereign hat sich Henkel unabhängiger vom westeuropäischen Markt gemacht. Inzwischen erzielt Henkel rund ein Viertel des Umsatzes in den USA.

Im vergangenen Jahr steigerte der Klebstoffhersteller seinen Umsatz um 13 Prozent auf rund 11,8 Millionen Euro. Ohne Berücksichtigung der Zukäufe blieb ein Umsatzwachstum von 3,5 Prozent. Der Gewinn stieg im Gesamtjahr um 2,9 Prozent auf 700 Millionen Euro. Umsatzstärkstes Geschäftsfeld waren die Wasch- und Reinigungsmittel (plus drei Prozent), bei denen der Umsatz im Vorjahr noch deutlich zurückgegangen war.

Obwohl Henkel die durchschnittlichen Analystenerwartungen leicht übertroffen hat, reagierten Anleger enttäuscht. Die Henkel-Vorzugsaktie brach bis zum Nachmittag um 4,1 Prozent auf 88,04 Euro ein und rutschte damit weit abgeschlagen ans Ende des Dax. Analysten erklärten das mit Gewinnmitnahmen nach den starken Kursgewinnen der vergangenen Monate. Zudem sei die Erwartungshaltung nach den guten Ergebnissen von Wettbewerbern wie L’Oréal hoch gewesen, hieß es.

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