Wirtschaft : Herlitz AG: Leonhardt & Partner

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Wenn im Raum Berlin ein namhaftes Unternehmen Insolvenz beantragen muss, heißt der Insolvenzverwalter sehr häufig Peter Leonhardt & Partner. Die renommierte Anwaltskanzlei am Kurfürstendamm ist vom Amtsgericht auch mit dem Fall Herlitz beauftragt worden.

Die Sozietät mit derzeit 15 Anwälten und rund 100 Angestellten hat in Berlin und Brandenburg Hunderte von Pleiten abgewickelt und sich dabei einen guten Ruf erworben. Der Name Leonhardt fällt inzwischen in einer Reihe mit den ebenfalls bundesweit bekannten Insolvenzverwaltern Volker Grub (Brokat) und Jobst Wellensiek (Bremer Vulkan). Den Neidern unter seinen rund 20 Berliner Kollegen entgegnet Leonhardt selbstbewusst, seine Kanzlei sei halt die erfahrenste, und die Richter griffen allein deshalb in schwierigen Fällen auf sein Know-how zurück. "Wo würden Sie denn in Berlin mit Herzproblemen hingehen. Doch sicher zu Professor Hetzer."

Zu den bekanntesten Fällen der Kanzlei gehören der Konzern des Bauunternehmers Garski, Satzmaschinenhersteller Berthold, das Textilunternehmen Wiebe, die Werkzeugmaschinenbauer Niles, aber auch die Direktbroker Systracom, oder Hütters Wohnwelt. Zu den aktuellen Fällen zählen das Softwarehaus Lipro, die Verwaltung der Märkischen Faser AG in Premnitz oder auch die Brandenburger Landesentwicklungsgesellschaft.

Leonhardt sagt von sich, er arbeite an der Schnittstelle von Wirtschaft und Recht. Ein Konkursverwalter sei für eine gewisse Zeit immer auch Unternehmer, der versucht "Dämme aufzubauen, Arbeitsplätze zu retten".

Der 56-jährige Rechtsanwalt und Notar hat in Berlin und Freiburg studiert. Der Vater dreier Kinder spielte begeistert Posaune, zu Studentenzeiten auch häufig in Berliner Kneipen. Doch seine Posaune hat Leonhardt schon Jahre lang nicht mehr angefasst.

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