Wirtschaft : Herlitz richtet den Vertrieb neu aus

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Die Herlitz AG, Berlin, versucht, über eine Differenzierung ihres Vertriebs- und Serviceangebots voranzukommen. Logistik und Dienstleistungen sollen künftig auch Dritten geöffnet werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Kunde soll künftig entscheiden können, ob er Herlitz als Produktlieferant oder als Systemdienstleister in Anspruch nimmt. Dies bedeutet nichts anderes als eine Aufteilung des Herlitz-Angebots in Sortiment, Logistik und Regalmanagement. Eine Reihe zwischenzeitlich abgeschlossener Kundenvereinbarungen bestätigten, dass der eingeschlagene Weg angenommen werde, teilte Herlitz weiter mit, ohne Einzelheiten zu nenen. Der eingeschlagene Sanierungskurs werde fortgesetzt.

Die Banken stünden weiterhin in einem konstruktiven Dialog mit dem Unternehmen. Die Banken, die im Frühjahr dieses Jahres ein Rekapitalisierungskonzept beschlossen hatten, halten rund 70 Prozent der Aktien an Herlitz. Konzernchef Werner Eisenhardt hatte erst in der vergangenen Woche nach einem Streit mit dem Aufsichtsrat sein Amt niedergelegt. Die Ansichten über die weitere Sanierung des Berliner Büro-, Papier- und Schreibwarenherstellers und -verkäufers seien weit auseinandergegangen, hatte Eisenhardt anschließend erklärt. Gleichzeitig hatte er eingeräumt, dass die Sanierung nicht nach Plan verlaufen sei.

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