Wirtschaft : Herlitz will sich mit Dienstleistungen profilieren

Bis zum Jahr 2005 soll rund die Hälfte der Erträge aus diesem Bereich kommen/Neue Partner aus Industrie und Handel

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Berlin (dr/hop). Die Herlitz PBS AG, Berlin, wird im laufenden Geschäftsjahr operativ schwarze Zahlen schreiben. Das sagten die beiden Vorstände Christian R. Supthut und Norbert Strecker am Montag dem Tagesspiegel. Genauere Angaben zum Ergebnis wollten die beiden Vorstände allerdings nicht machen. Das Berliner Unternehmen hat nach der erfolgreich abgeschlossenen Insolvenz noch Schulden in Höhe von rund 150 Millionen Euro. Das operative Ergebnis werde ausreichen, die aus den restlichen Schulden entstehenden Belastungen zu schultern, betonte Supthut. Der Umsatz solle etwa 400 Millionen Euro erreichen.

Supthut räumte ein, dass der Markt besonders im gewerblichen Bereich derzeit sehr schwierig sei. Besonders die Tochter Falken Office, Peitz, bekomme dies zu spüren. Andererseits sei das papierlose Büro noch keine Wirklichkeit. Der Trend gehe allerdings dahin, so Strecker, und Falken beschäftige sich deshalb auch mit der elektronischen Archivierung. Der Absatz an private Endverbraucher habe sich sehr erfreulich entwickelt, alle Planungen seien bisher eingehalten worden. Beim Weihnachtsgeschäft habe Herlitz – im Gegensatz zu einigen Wettbewerbern – bisher keinen Einbruch feststellen müssen. Dies, so Strecker, sei angesichts der Klagen des Einzelhandels umso bemerkenswerter.

Zudem ist es nun endlich gelungen, das Produkt- und Dienstleistungsgeschäft auch in der Kosten- und Erlösrechnung zu trennen. Jetzt könne Herlitz besser sehen, wo Geld verdient werde und wo unter Umständen mit den Kunden neue Konditionen ausgehandelt werden müssen. Dies war eine der Voraussetzungen für die Neuausrichtung des Geschäfts. Herlitz wolle seine Dienstleistungskompetenz auch für neue Partner aus Industrie und Handel öffnen, sagte Supthut. Herlitz-Produkte und Herlitz-Dienstleistungen können in Zukunft auch getrennt voneinander genutzt werden. Bis zum Jahr 2005 sollen 50 Prozent des Herlitz-Ertrages mit Produkten und 50 Prozent mit Dienstleistungen erwirtschaftet werden.

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