Wirtschaft : Hermes-Exportbürgschaften: Deutlicher Anstieg zu verzeichnen

Die Exportgeschäfte deutscher Unternehmen sind im ersten Halbjahr dieses Jahres in deutlich stärkerem Umfang durch staatliche Hermes-Bürgschaften abgesichert worden als im Vorjahreszeitraum. Die Bundesregierung hat mit 17 Milliarden Mark 68,2 Prozent mehr neue Ausfuhrgewährleistungen übernommen als vor einem Jahr (10,1 Milliarden Mark).

Auch für das zweite Halbjahr stünden die Vorzeichen gut. Für das Gesamtjahr rechnet der Bund mit einem ausgeglichenen Finanzergebnis. 1999 war erstmals seit Ausbruch der inzwischen weitgehend überwundenen internationalen Finanzkrisen wieder ein Gewinn erzielt worden, und zwar in Höhe von 215 Millionen Mark. Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) erklärte, die Entwicklung bestätige, "dass die Ausfuhrgewährleistungen für deutsche Exporteure, insbesondere für den Mittelstand, in vielen Fällen unverzichtbare Voraussetzung für Exportgeschäfte mit schwierigen und risikoreichen Märkten sind. Sie sichern damit die Chancengleichzeit im internationalen Wettbewerb und eine Vielzahl von Arbeitsplätzen in Deutschland".

Zur Entwicklung im zweiten Halbjahr hieß es, nach der Lösung der Hermes-Schadensfälle mit Russland und der Unterzeichnung eines Umschuldungsabkommens seien die Deckungsmöglichkeiten mit der Einrichtung eines Plafonds von einer Milliarde Mark erheblich geöffnet worden. Davon könnten insbesondere die neuen Länder profitieren. Auch für den Iran sei ein Plafonds von einer Milliarde Mark eingerichtet worden. Zudem seien Deckungsmöglichkeiten für Kuba eröffnet worden. Für das Gesamtjahr rechnet die Bundesregierung mit einem ausgeglichenen finanziellen Ergebnis. Damit könnte die Trendumkehr des letzten Jahres (Ergebnis: 215 Millionen Mark) bestätigt werden.

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