Wirtschaft : Heute geht 4KidZ, das erste Internetportal für Kinder, an den Start

rhi

Kinder verbringen immer mehr Zeit vor dem Computer. Schon mit sieben oder acht Jahren surfen sie durch das Internet. Und auf die meisten Web-Seiten haben sie auch einen Zugriff. Darum machen sich ihre Eltern oft große Sorgen darüber, was die Sprösslinge im Internet alles sehen können. Das soll sich jetzt ändern. "Ein Internet nur für Kinder - ohne Gewalt, ohne Erotik und ohne Werbung: das ist unsere Idee", sagt Anja Krause, eine von sechs Gründern von 4KidZ.de . Dieses erste Internetportal für Kinder in Deutschland geht heute an den Start, in drei Jahren will 4KidZ in den schwarzen Zahlen sein.

Im Kinderinternet sind Seiten zusammengefasst mit Themen, die vor allem Kinder zwischen acht und zwölf Jahren interessieren dürften. Sie erfahren hier alles über aktuelle Kinderfilme, wie den neuen Pokémon-Film, über Kinderbücher und Popstars. "Kinder sind sehr wissbegierig", meint Krause. Sie wollten nicht nur CDs oder Kassetten im Geschäft kaufen, sondern auch alles über ihre Stars wissen, ihnen e-Mails schreiben oder mit ihnen via Internet chatten.

"Kinder sind oft große Tierfreunde", sagt Krause. "Zuhause haben viele ein Haustier, viele gehen auch sehr gerne in den Zoo. Doch jeden Tag geht das nicht." Darum plant 4KidZ.de, Live-Kameras im Zoo zu installieren, die die Tiere jeden Tag beobachten. Die Kinder können so, wenn ihre Eltern keine Zeit haben, mit ihnen in den Zoo zu gehen, das alltägliche Leben ihres Lieblingselefanten am Computer beobachten. "Die Kinder sollen auf unseren Seiten auch etwas lernen", sagt Krause. "So bringen wir beispielsweise die Verkehrsregeln mit einem Schilderquiz oder auch einem Memorie bei." Kinder lernen die Verkehrsregeln sonst erst in der dritten oder vierten Klasse. "Das ist viel zu spät", meint Peters. Kinder müssen sich im Verkehr auch schon mit sieben Jahren alleine zurechtfinden. Auch mehrere Online-Shops werden eingerichtet. Hier können die Kids Bücher, Sammelkarten oder auch CDs bestellen. Damit sie auch lernen, selbstständig mit ihrem Geld umzugehen, soll ein Taschengeldkonto eingerichtet werden - alles am Computer. Auf das Konto können die Eltern bis zu 15 Mark laden, statt das Taschengeld wie bisher in die Kindersparbüchse zu werfen.

Wer auf die Kinderseiten geht, wird registriert. "So wollen wir vermeiden, dass hier Seiten eingerichtet werden oder Links installiert werden, die nicht kindergerecht sind. Der Sicherheitsfaktor ist sehr wichtig", sagt Arne Peters, der für die Inhalte der Seiten zuständig ist. "Die Eltern können völlig beruhigt sein." Auch die Chattingrooms werden abgehört. Die Texte werden auf nicht kindergerechte Worte überprüft.

Die Inhalte der Seiten werden regelmäßig überprüft. Ratgeber für Kinderbücher und Kinderfilme sollen zu den neuesten Erscheinungen befragt werden. Und auch die Mitarbeiter von 4KidZ haben alle eine psychologische oder pädagogische Ausbildung.

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