Wirtschaft : High-Tech-Sektor in Berlin boomt

BERLIN (jam). Die Zukunft der Region Berlin-Brandenburg als Hightech-Standort ist rosig. So sahen es jedenfalls zwei Staatssekretäre, Vertreter von Berliner Technologie-Zentren und Unternehmer bei bei der Diskussionsrunde "Arbeitsplatzpotentiale im High-Tech-Bereich" in der vergangenen Woche. Allein in der Bio-Technologie würden sich die Stellen in den nächsten Jahren mehr als verdoppeln, prognostizierte Ingolf Hertel von der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Schon jetzt gäbe es in Berlin 50 000 Arbeitsplätze, die unmittelbar mit der Forschung im High-Tech-Bereich zusammenhingen.Auch Gudrun Tiedemann vom Aktionszentrum Biotop sieht beste Chancen für Berlin und Brandenburg: "In dem Sektor boomt es. Und die wissenschaftlichen Potentiale der Region sind noch lange nicht ausgeschöpft." Gehemmt werde die Entwicklung durch Personalmangel, warnte Pedro Schäffer: In seinem Unternehmen, der Condat GmbH, die mit rund 170 Mitarbeitern und circa 30 Mill. DM Umsatz Systemsoftware für Mobiltelefone entwickelt, sei das bereits spürbar. Gesucht werden in erster Linie Naturwissenschaftler, Informatiker und Ingenieure. Allerdings hätten zur Zeit auch Lehrer und andere Akademiker gute Chancen, so Schäffer: "Wir brauchen einfach teamfähige Leute."Einig ist sich die regionale Hich-Tech-Branche auch beim Aufstellen eines Forderungskataloges: Die Ausbildungszeiten der Schulen und Universitäten müßten verkürzt und Begabte stärker gefördert werden. Außerdem sollten umständliche bürokratische Verfahren abgeschafft werden. "Es muß einfach schneller möglich sein, Finanzierungskonzepte zu entwickeln," erklärt Tiedemann. Gleichzeitig müßten auch sie selbst aktiver werden, gaben die sechs Diskussionsteilnehmer zu. "Wir müssen mehr miteinander reden und uns besser organisieren," sagte Leitert von der Protime Wirtschaftsinitiative Berlin-Brandenburg, "wir müssen Netzwerke bilden".

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