Wirtschaft : Hilfe für den Mittelstand

Berliner Investitionsbank fördert mit 5,3 Mill.DM BERLIN (fbs).Mit über fünf Mill.DM Zuschüssen aus dem FuE-Mittelstandsförderprogramm will die Investitionsbank Berlin (IBB) in diesem Jahr technologieorientierten Unternehmen der Region unter die Arme greifen.In der ersten Sitzung seit der Übernahme des Förderprogrammes von der Industrie- und Handelskammer Anfang des Jahres bewilligte die Bank Entwicklungsanträge mit einem Gesamtvolumen von 14,7 Mill.DM.Von 32 Unternehmen, die einen Antrag gestellt hatten, bekommen 24 eine Unterstützung in Höhe von insgesamt 5,3 Mill.DM - 9,4 Mill.DM tragen die Unternehmen selbst."Die Bewilligungsquote liegt bei 70 Prozent", zeigte sich Bernd-Peter Morgenroth, Vorstandsmitglied der Landesbank Berlin, mit der Entscheidung zufrieden.Auch Staatssekretär Wolfgang Branoner von der Senatsverwaltung für Wirtschaft und Betriebe lobte das Landesprogramm.Es war im April 1993 mit einem Etat von 8 Mill.DM neu gestartet, nachdem nach der Wende eine Verlängerung des früheren Bundesprogramms nicht abzusehen war.1994 standen 10 Mill.DM, für die folgenden Jahre rund 17 Mill.DM auf dem Etat.Seit 1993 wurden 201 Unternehmen mit 317 technologischen Entwicklungsvorhaben (Volumen 184 Mill.DM) mit Zuschüssen in Höhe von 60,8 Mill.DM unterstützt.Dadurch wurden etwa 5000 Arbeitsplätze in Berlin geschaffen oder gesichert.Vor allem die Kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) profitierten von der Förderung.Über die Hälfte der geförderten Unternehmen hatten weniger als 20 Mitarbeiter, untermalte Claudia Schöne von der IBB bei der Vorstellung der Projekte die KMU-Orientierung des Programms.Informations- und Kommunikationstechnologien, Regel- und Meßtechnik, Medizintechnik sowie Laser-, Bio- und Umwelttechnologie standen oben auf der Förderliste."Das entspricht den Zukunfsttechnologien, die immer genannt werden - Berlin braucht sich nicht zu verstecken", erklärte Schöne.Drei innovative Unternehmen präsentierten ihre geförderten Produkte."Ausgeschlossen" wäre es ohne die IBB-Mittel für Richard Grosse vom Institut für Medizinische Molekulardiagnostik gewesen, seinen "Gentest auf Papier" zu entwickeln - ebenso wie für Rüdiger von Versen vom Deutschen Institut für Zell- und Gewebeersatz die Züchtung von Hautzellkulturen, die heute einen Marktanteil von 40 Prozent besitzt.Auch Jürgen Schmitt von der Dialog Communication System AG Berlin war "monatelang von Investitionsfördergesellschaften blockiert, die ihn zu jung fanden" bis er das nötige Geld schließlich über die IBB bekam.Seine Software zur Biometrischen Erkennung wird heute auf der Cebit in Hannover vorgestellt.Sie identifiziert anhand von Mimik und Stimme die Zugangsberechtigten zu Gebäuden oder Computernetzen.Der Markt für solche Sicherungssysteme boomt.Das Unternehmen, das 1993 mit 200 000 DM Stammkapital begann, steht heute bei 2,2 Mill.DM.Der Gang an die Börse ist geplant.

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