Wirtschaft : Hilfe für geschädigte Ärzte Krisengipfel bei Ulla Schmidt

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Berlin (I.B.) Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt will den von der Flut betroffenen Ärzten, Zahnärzten und Apothekern aus dem Nothilfe-Programm der Bundesregierung unbürokratisch helfen. Am Donnerstag traf die Ministerin Vertreter der betroffenen Spitzenverbände zu einem Krisengespräch, um den Bedarf zu ermitteln. Zu dem Programm gehört unter anderem ein Tilgungsstopp für die oft hochverschuldeten Arztpraxen und Apotheken, die durch das Hochwasser ihre Existenzgrundlage verloren haben. Nach Angaben der kassenärztlichen Bundesvereinigung sind allein in Sachsen 40 Praxen durch die Flut zerstört worden. 200 niedergelassene Ärzte seien betroffen. „Man muss einen Neuanfang ermöglichen auf einem Stand wie vor der Katastrophe", sagte Ulla Schmidt dem Tagesspiegel.

Schmidt will auch, dass die Krankenkassen die Freiberufler und Gewerbetreibenden in den Flutgebieten, die freiwillig Mitglied in den Gesetzlichen Krankenversicherungen sind, unterstützen. Falls diese wegen der Verdienstausfälle ihre Beiträge nicht mehr leisten können, werden die Beiträge gestundet, um den Versicherungsschutz der Betroffenen zu erhalten. Normalerweise werden freiwillig Versicherte nach einem zweimonatigen Zahlungsverzug automatisch aus den Krankenversicherungen ausgeschlossen.

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