Hintergrund : Bankenwächter Bafin

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist die oberste Kontrollinstanz für Banken in Deutschland. Dem Management der WestLB wirft sie nach millionenschweren Fehlspekulationen Fehler bei der Risikokontrolle vor.

BonnDie Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ist die oberste Kontrollinstanz für Banken, Versicherungen und den Wertpapierhandel in Deutschland. Die Behörde untersteht dem Bundesfinanzministerium. Sie soll - auch im Interesse der Verbraucher und Anleger - für ein funktionsfähiges und stabiles Finanzsystem sorgen. Die Bafin finanziert sich ausschließlich aus Gebühren und Umlagen der beaufsichtigten Institute und Unternehmen.

Im Rahmen ihrer Solvenzaufsicht sichert die Bafin auch die Zahlungsfähigkeit von Banken, Finanzdienstleistern und Versicherern. Beim Aktienhandel wertet sie auch alle Ad-hoc-Mitteilungen von börsennotierten Unternehmen sowie Kursbewegungen aus. Strafrechtliche Kompetenzen hat die Bafin nicht. Rund 1500 Beschäftigte beaufsichtigen etwa 2300 Kreditinstitute, 800 Finanzdienstleister, 630 Versicherer und 6200 Fonds.

Die Bafin wurde am 1. Mai 2002 als neue einheitliche Oberaufsicht mit Dienstsitzen in Bonn und Frankfurt am Main gegründet. Sie ging aus den drei Bundesaufsichtsämtern für das Kreditwesen (BAKred), das Versicherungswesen (BAV) und den Wertpapierhandel (BAWe) hervor. (mit dpa)

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