HINTERGRUND : In Berlin gibt es noch keine Weiterbildungsprogramme

VORAUSSETZUNGEN



Das Weiterbildungsprogramm der Universität Osnabrück ist einzigartig in Deutschland, nur das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und das Goethe-Institut bieten vergleichbare Bildungsprogramme für Imame an. Zugelassen werden Imame, die Deutschkompetenz, langjährige Gemeindearbeit und einen universitären Abschluss nachweisen können.

KOSTEN

Die Teilnahme ist gebührenfrei, die Kosten werden vom BAMF und Niedersachsen übernommen. Die Finanzierung ist für zwei Jahre vorgesehen, im nächsten Jahr wird ein weiterer Jahrgang starten.

SITUATION IN BERLIN

In Berlin gibt es derzeit kein Weiterbildungsprogramm für Imame und muslimische Seelsorgerinnen und auch keinen Lehrstuhl für Islamische Theologie. Grund ist zum einen der 2009 durchgeführte Volksentscheid über Religionsunterricht als Pflichtfach, der von der Bevölkerung abgelehnt wurde. „Durch diese rechtliche Stellung des Religionsunterrichts in Berlin gibt es keine staatliche Abnahmegarantie für islamische Religionslehrer“, sagt Christian Walther, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Zudem können weder die Humboldt Universität (HU) noch die Freie Universität Berlin (FU) bisher ein solches Programm anbieten. An der FU gibt es zwar das Studienfach Islamwissenschaften, jedoch keine Islamische Theologie. Und an der HU zwar Religionswissenschaften, jedoch lediglich katholische und evangelische. “Eine Kooperation beider Universitäten wäre denkbar“, so Christian Walther. „Das Thema ist der Senatsverwaltung – vor dem Hintergrund der großen muslimischen Community in Berlin – sehr wichtig und wir sind an einer geeigneten Lösung interessiert, die den komplizierten Verhältnissen in Berlin gerecht wird.“ Ob die Lösung in einem Lehrstuhl für Islamische Theologie bestehe, sei jedoch keineswegs sicher. Vio

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